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Gesundheit

Auf Antrag Belgiens verschickt die EU 215.000 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken nach Afrika

Belgien ermöglichte die Spende von 215.000 Dosen Impfstoff gegen Mpox, die Affenpocken, durch die Europäische Behörde für die Vorbereitung und Reaktion auf Gesundheitsnotfälle (HERA) an die Organisation CDC Afrika. Dies gaben die zuständigen Bundesminister für Gesundheit Frank Vandenbroucke (Vooruit, flämische Sozialdemokraten) und für Entwicklungszusammenarbeit Caroline Gennez (Vooruit) am Mittwoch bekannt.

Belga
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Das Virus breitet sich bereits in zehn afrikanischen Ländern aus. Eine neue Variante verursacht einen schmerzhaften Hautausschlag am ganzen Körper und wurde unter anderem in Ruanda sowie in Burundi identifiziert.

Angesichts des Ernstes der Lage und des potenziellen Risikos für Europa hat Belgien bei der HERA-Behörde einen formellen Antrag auf Lieferung von Impfstoffen gestellt. Ein solcher Antrag eines EU-Landes ist notwendig, damit die Organisation tätig wird, erläutern die beiden Minister.

„In Afrika herrscht eine ernste Notsituation„, erklärte Frank Vandenbroucke. „Das Virus fordert immer mehr Opfer. Die Viren machen im Übrigen nicht an den Landesgrenzen halt. Daher müssen wir jetzt handeln“.

Schon bald auch mehr Affenpocken in Europa?

Europa wird in den „nächsten Tagen“ voraussichtlich mehr importierte Fälle von Mpox erleben, warnte der europäische Zweig der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag, nachdem in Schweden die neue, gefährlichere Variante der Krankheit entdeckt wurde.

„Die Bestätigung von Mpox des neuen Subtyps in Schweden spiegelt deutlich die Vernetzung unserer Welt wider (...) Es ist wahrscheinlich, dass in den nächsten Tagen und Wochen weitere importierte Fälle in der EU registriert werden“, sagte die WHO in einer Erklärung.

Sexualkontakte spielen große Rolle bei Ausbreitung

Zum Glück gibt es bereits Impfstoffe gegen Mpox. Laut Experten hat das Virus für den Menschen - wenn man so will - noch einen anderen Vorteil: Anders als zum Beispiel das Corona-Virus verbreitet es sich nicht über die Luft.

Weshalb Laurens Liesenborghs, vom Tropeninstitut in Antwerpen,  VRT NWS sagte: "Das Virus ist ansteckend, aber auch nicht sehr ansteckend. Man muss dafür in Körperkontakt mit anderen Menschen treten. Wir wissen, dass das Virus sich deshalb auch über Sexualkontakte sehr stark verbreitet."

Und bezogen auf eine mögliche Pandemie von Mpox fügt der Professor hinzu: "Es ist nicht unmöglich, dass sich das Virus auch bei uns in Europa oder in Belgien einen Weg bahnt über sexuelle Netzwerke. Und es dann zu einer neuen Welle von Infektionen kommt, wie vor zwei Jahren. Aber für die Allgemeinheit ist das Risiko doch eher gering."

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