Der Kultursektor im belgischen Bundesland Flandern äußert in einem offenen Brief seine Besorgnis angesichts möglicher Pläne, den sozialen Schutz für Kunstschaffende, so wie er aktuell festgeschrieben ist, „zurückzudrehen“. Angesichts von öffentlich ausgedrückten Standpunkten dazu von Seiten von Politikern, die aktuell an der Regierungsbildung auf belgischer Bundesebene beteiligt sind, sieht sich der Sektor dazu gezwungen, auf einen drohenden Sozialaabau zu reagieren.
Belgiens Kultursektor beunruhigt durch "drohenden Abbau des Sozialsatuts für Kunstschaffende" im Rahmen der Regierungsbildung
Die für den Kultursektor in Flandern repräsentativen Gewerkschaftsorganisationen, Verbände, Künstlerinnen und Künstler, sowie die Autorenrechtsverbände und die anerkannten Technikerverbände sprechen in einem offenen Brief ihre Besorgnis angesichts von öffentlich eingenommenen Standpunkten bezüglich eines möglichen Abbaus ihres Sozialschutzes im Rahmen der Koalitionsverhandlungen aus.
„Die vorige föderale Regierung hat einen ordentlichen sozialen Schutz für Künstler eingeführt. Wir wollen keinen Abbau des sozialen Systems für Künstler“, heißt es in dem offenen Brief, den 11 Organisationen und 75 Kunstschaffende unterzeichnet haben.
„Unser Sektor hat schon eingreifende Reformen durchgemacht, bei denen die Regeln zur sozialen Sicherheit deutlich und für alle Akteure festgelegt wurden. Wir verlangen, dass diese abgesprochenen Prinzipien fortgesetzt werden.“
Die Unterzeichner bitten darum, diesen Sozialschutz beizubehalten: „Die politischen Signale für ein System außerhalb der sozialen Sicherheit sind nicht nur unannehmbar, sondern unterminieren auch den abgesprochenen Rahmen, mit dem wir seit 2023 umgehen. Wir stehen als Vertreter der Kunstschaffenden offen für einen Dialog für neue Verbesserungen, solange diese die oben genannten Prinzipien respektieren.“
