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Brüssel hinterm Nordbahnhof...

Müllproblematik am Brüsseler Nordbahnhof: Schaarbeek schickt der regionalen Abfallgesellschaft die Rechnung

Die Gemeinde Schaarbeek wird die Rechnung zu den Unkosten für die Reinigung und die Beseitigung des Mülls im Brabantviertel am Brüsseler Nordbahnhof an die regionale Abfallgesellschaft NetBrussel schicken. Von dort aus kommt hier bereits seit Wochen niemand saubermachen, weil einige Mitarbeiter verbal und körperlich angegriffen wurden. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Brüsseler Gemeinde Schaarbeek, auf deren Grundgebiet sich Teile des Nordbahnhofs und das sogenannte Brabantviertel befinden, setzt aktuell eine Privatfirma ein, um dort den Müll einzusammeln und um dort die Straßen zu kehren. Und das kostet viel Geld; Geld, dass sich die Gemeinde jetzt bei der regionalen Abfallgesellschaft NetBrussel zurückholen will.

Direkt hinter dem Nordbahnhof liegt die berüchtigte Rotlichtmeile Aarschotstraat und hier tummeln sich seit einiger Zeit zahlreiche illegale Einwanderer, Obdachlose und Dealer, die nicht selten untereinander Krach haben und sich prügeln. Einige Male fühlten sich solche Leute offenbar von den Müllmännern gestört und griffen diese verbal und auch physisch an. Jetzt wollen die Mitarbeiter von NetBrussel hier nicht mehr herkommen.

Das Resultat sind Abfallberge und überquellende Mülleimer, über die sich nur Tauben und Ratten freuen und inzwischen ist auch die benachbarte Brabantstraat, die dem Viertel ihren Namen gibt, davon betroffen. Schaarbeek hat jetzt eine Privatfirma eingeschaltet, die dort saubermachen soll, doch die Unkosten dafür sollen jetzt bei der Region wieder hereingeholt werden.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Nur die Tauben finden die Situation gut...

Problemviertel

Das Viertel ist berüchtigt. Die Aarschotstraat ist ein legales Prostitutionsviertel mit zahlreichen Schaufenstern, in denen die Frauen auf Kunden warten. Doch hier wird am helllichten Tag offen mit Drogen gedealt und dort „wohnende“ Illegale suchen für ihre Bedürfnisse gar nicht erst nach sanitären Anlagen. Passanten sieht man hier kaum noch und auch mögliche Kunden für die Prostituierten machen offenbar inzwischen einen Bogen um dieses Viertel.

Die Müllproblematik ist ein Symptom für den Verfall des Viertels und die Sicherheit scheint hier immer mehr abzunehmen. Lokale Politiker, Anwohner und Geschäftsleute schauen in Richtung Südbahnhof und verstehen nicht, warum die dortigen Anrainergemeinden sowie Polizei und Justiz dort aktiv geworden sind, während sich hier nichts mehr tut. Im Gegenteil: Die Problematik scheint sich von dort aus an den Nordbahnhof zu verlagern.

Die Gemeinde Schaarbeek fordert, dass auch die Region Brüssel-Hauptstadt hier aktiv wird und dass die lokale Polizeizone verstärkt wird, damit es hier wieder sicherer und sauberer wird. Alleine könne man das nicht stemmen - auch nicht finanziell.

Teure Privatfirma am frühen Morgen in der Brabantstraat

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