Bei der Apfel- und Birnenernte sieht es dieses Jahr auch in Belgien nicht wirklich gut aus. Die Apfelernte wird um fast 35 % geringer als im Fünfjahresdurchschnitt ausfallen und bei den Birnen sinkt sie um etwa 26 %, wie der Verband der belgischen Gartenbau-Kooperationen (VBT) meldet. Dieser Ernterückgang ist besonders schlecht für die flämische Provinz Limburg. Von dort kommen 60 % der gesamten Obst- und Früchteernte unseres Landes.
Äpfel und Birnen: Schlechte Ernte durch schlechtes Wetter vor allem in der Provinz Limburg
Der VBT hatte eine Umfrage zum Stand der Ernte bei 200 Obstbauern in allen belgischen Provinzen durchgeführt und daraus wurde ersichtlich, dass es besonders um die Apfel- und der Birnenernte dieses Jahr nicht gut bestellt ist.
„Die Ernte von Äpfeln und Birnen für die kommende Saison ist besonders klein. Vor allem bei den Äpfeln gibt es einen starken Rückgang“, so Luc Vanoirbeek vom Verband der belgischen Gartenbau-Kooperationen gegenüber VRT NWS: „Dieses Jahr werden die belgischen Obstzüchter rund 133 Millionen Kilogramm Äpfel produzieren. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt ist das ein Rückgang um etwas mehr als 34 %. Damit bekommen wir eine der schlechtesten Apfelernten seit Jahren.“
Bei den Birnen wird die Ernte mit 279 Millionen Kilo um 26 % zurückgehen, so Vanoirbeek.
Die Veränderung des Klimas kommt nicht erst, sie ist bereits da und wir müssen und dagegen wappnen“
Luc Vanoirbeek, Verband der belgischen Gartenbau-Kooperationen
Gut 60 % der Obst- und Früchteernte in Belgien entfallen auf die flämische Provinz Limburg und die dortigen Landwirte und Züchter sind besonders schwer betroffen, so Luc Vanoirbeek: „Wir beobachten, dass viele Züchter in Limburg inzwischen von Äpfeln auf Birnen gehen. Das liegt daran, dass die limburgischen Birnenzüchter in Europa eine starke Position haben.“
Der Ernterückgang ist vor allem auf das verregnete Frühjahr zurückzuführen. Der Verband der belgischen Gartenbau-Kooperationen fordert denn auch einen besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels von den regionalen, föderalen und europäischen Instanzen. Panik sei noch nicht angesagt, doch der Klimawandel sei eine große Herausforderung: „Die Veränderung des Klimas kommt nicht erst, sie ist bereits da und wir müssen und dagegen wappnen.“
Umsätze hängen nicht nur von der Erntemenge ab, sondern auch von Preis, sprich von Angebot und Nachfrage: „Auch in einem schlechten Jahr kann man einen schönen Umsatz machen.“ Die hiesigen Kunden werden preislich gesehen und beim Angebot nicht viel davon merken, sollten aber am besten auf regionale Produkte setzen. Probleme werden sich wohl eher im Export erweisen.
