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Vor 85 Jahren fuhr das erste Schiff auf dem Albertkanal zwischen Lüttich und Antwerpen

Am 30. Juli jährte sich die erste Schifffahrt auf dem Albertkanal zum 85. Mal. Der Kanal verbindet Lüttich und Antwerpen und ist 129 Kilometer lang. Rund 12.000 Arbeiter haben rund 9 Jahre lang an diesen Wasserweg gearbeitet und noch heute wird regelmäßig an der Modernisierung des Albertkanals gearbeitet. Als Güterverkehrsweg wird er immer wichtiger und heute werden dort entlang Frachten transportiert, für sonst pro Tag rund 5.000 Lastwagen benötigt würden.

Andreas Kockartz
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1930 begann der Bau des Albertkanals. Am 31. Mai dieses Jahres hatte König Albert I. den ersten Spatenstich gesetzt und 9 Jahre später, am 30. Juli 1939 fuhr das erste Schiff über diesen künstlichen Wasserweg. Heute ist der Albertkanal von größtem wirtschaftlichen Belang in Belgien, doch in den ersten Jahren nach dem Bau war davon noch nichts zu spüren.

Während des kurz nach Eröffnung beginnenden Zweiten Weltkriegs wurden zum Beispiel zahlreiche Brücken über den Kanal gesprengt, damit die Deutschen in ihrer Bewegung eingeschränkt werden konnten.

(Lesen Sie bitte unter den historischen Fotos aus der Bauzeit weiter)

Nach dem Krieg aber konnte der Albertkanal seine wirtschaftliche Bedeutung entfalten. Anfangs, etwa rund um das Jahr 1955, wurden über diesen künstlichen Wasserweg per Binnenschiff noch rund 15 Millionen Tonnen Waren und Güter befördert. Doch 1969 wurde ein Rekordwert von 40 Millionen Tonnen Fracht registriert.

In den vergangenen 85 Jahren ist der Kanal häufig modernisiert worden. In den 1960er Jahren wurde er teilweise auf bis zu 100 Metern verbreitert, damit größere Binnenschiffe dort verkehren konnten. Eine zweite umfassende Modernisierung lief über die vergangenen rund 20 Jahre, bei der alle Brücken über den Kanal erhöht wurden. Das sorgte dafür, dass hier Binnenschiffe entlang fahren können, die 4 Lagen Container transportieren können.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Entlang der Maas sind alle Brücken angehoben wurden, um höher beladene Binnenschiffe durchzulassen

Der Kanal hat dafür gesorgt, dass sich hier einiges an Industrie niedergelassen hat. Am Ufer des Albertkanals befinden sich heute große Industrie- und Gewerbegebiete, die für tausende Jobs sorgen, zum Beispiel in Genk (mit einem Containerterminal auf den ehemaligen Ford-Gelände), Beringen und Tessenderlo in der Provinz Limburg und in Geel und Herentals in der Provinz Antwerpen. Viele der dort niedergelassenen Unternehmen nutzen den Albertkanal als Transportweg.

Aktuell, so Chris Danckaerts von der flämischen Landesverwaltung für Wasserwege, werden hier entlang pro Jahr rund 36 Millionen Tonnen Fracht befördert - Tendenz steigend: „Wenn all diese Güter auf der Straße mit Lastwagen transportiert würden, währe auf der Autobahn E313 permanent Stau.“

Aber, der Albertkanal ist auch eine Trinkwasserquelle, so Danckaerts: „Ungefähr 40 % der flämischen Bevölkerung trinkt Wasser, das aus dem Albertkanal kommt.“ Das Wasser durchläuft mehrere Klärprozesse, bis es in den Haushalten als den Kran läuft…   

Containerterminal am Albertkanal

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