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Mergelgrube in Riemst

Riemst in Limburg möchte aus Sicherheitsgründen alle privaten Mergelgruben inspizieren

Die Gemeinde Riemst in der flämischen Provinz Limburg unweit der niederländischen Grenze ruft alle Einwohner dazu auf, zu melden, ob sie auf oder unter ihren Privatgrundstücken eine Mergelgrube besitzen. Die Gemeinde möchte Zugang zu diesen Gruben oder Grotten bekommen, um diese auf ihre Stabilität prüfen zu können. In letzter Zeit sind offenbar einige dieser Gruben eingestürzt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Kontrollen der Mergelgruben auf den Gebiet der limburgischen Gemeinde Riemst haben in erster Linie mit der Überprüfung der Stabilität zu tun. Doch im Hintergrund schwebt mit Sicherheit auch die Tatsache, dass im Juni dieses Jahres ein Drogenlabor in einer solchen Grotte auf privatem Grundstück entdeckt wurde.

„Wenn sie eine private Grube haben, dann melden sie dies bitte der Gemeinde, damit wir diese in Zukunft regelmäßig kontrollieren können“, so Mark Vos (CD&V), der Bürgermeister von Riemst, gegenüber VRT NWS. Insgesamt befinden sich auf Ebene dieser Gemeinde Mergelgänge mit einer Länge von rund 200 km.

Nicht alle Gruben sind zugänglich

Dazu gehören auch geschätzt rund 70 private Gruben, von denen nur wenige zugänglich sind. „Ein Teil ist nicht zugänglich, entweder weil sie dicht gemacht wurden oder von denen wir nur durch Aussagen von älteren Nachbarn wissen“, sagte der Geologe Mike Lahaye dazu gegenüber VRT NWS.

Inzwischen verfügt die Gemeinde über ein Amt, dass sich gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Verein um den Bestand der Mergelgänge und -gruben kümmert.

Sicherheit garantieren

Geologe Lahaye hält es für sehr wichtig, dass die Sicherheit garantiert bleibt: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Gruben nicht einstürzen und dass sie auch keine Schäden über der Erde verursachen.“

Doch eigentlich ist es problematisch, diese Gruben auf privater Ebene zu betreten, so Lahaye: „Das Polizeireglement besagt, dass man eigentlich nicht in diese privaten Mergelgruben gehen darf, doch es besteht vielleicht die Möglichkeit, dass wir jedes Jahr oder alle 2 Jahre Inspektionen ausführen.“ 

Eingestürzte Mergelgrube
Bodensenke durch eine eingestürzte Mergelgrube

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