In der vergangenen Woche ist auf einem Markt in Antwerpen zum ersten Mal seit längerem noch einmal eine Orientalische Fruchtfliege angetroffen worden. Dies meldet die belgische Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit (FAVV). Die Behörde beobachtet die Entwicklung genau.
Orientalische Fruchtfliege: Belgien beobachtet die Entwicklung mit Argusaugen
Dieses Insekt ist für Mensch und Tier völlig ungefährlich, kann jedoch ganze Obst- oder Gemüseernten vernichten. Die FAVV ruft professionelle Obst- und Gemüsezüchter dazu auf, hier sehr aufmerksam zu sein und Asiatische Fruchtfliegen sofort zu melden, falls diese sich an ihren Erzeugnissen zu schaffen machen oder dort auftauchen.
Die Lebensmittelagentur wird dann analysieren, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ob Orientalische Fruchtfliegen in einer Importladung ins Land kamen oder ob sie sich bereits hier niedergelassen haben.
Wenn nötig, wird ein betroffenes landwirtschaftliches Unternehmen oder ein Betrieb, der sich mit dem Handel von Obst und Gemüse beschäftigt, isoliert und gesperrt. Urlauber sind dazu angehalten, auf das Mitbringen von Früchten und Gemüse aus fernen Ländern zu verzichten, denn diese könnten möglicherweise mit Eiern der Fliegen kontaminiert sein.
2023 zum ersten Mal in Belgien gesichtet
Dieses kleine schwarz-gelbe Insekt kommt eigentlich aus tropischen Ländern und wurde in Belgien zum ersten Mal im zweiten Halbjahr 2023 gesichtet. Zwischen August und Mitte Oktober wurden 7 Fälle gemeldet. Da die Orientalische Fruchtfliege Kälte nicht überlebt, sind die gesichteten Tiere wohl verendet.
Die FAVV geht davon aus, dass die jetzt in Antwerpen gesichtete Fruchtfliege als Larve auf einer importierten Frucht ins Land kommen konnte. Es liegen aber keine Erkenntnisse dafür vor, dass sich eine Population hier breitmacht.
Orientalische Fruchtfliegen erkennt man an gelben Streifen auf der Brust, einem schwarzen Rand an den Flügeln und an einer T-Form am Hinterteil, so die FAVV.
