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Inland
Wirtschaft

Wie Banken in Belgien versuchen, Spargeld, dass sie an die Staatsbons verloren, wieder zurückzubekommen

Mehrere belgische oder in Belgien aktive Banken versuchen derzeit, Spargelder, die sie in der jüngeren Vergangenheit aufgrund von niedrigen Zinsen an die Staatsbons verloren haben, zurückzubekommen. Neben höheren Zinsen auf Sparkonten lancieren sie jetzt auch andere attraktive Angebote.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

BNP Paribas z.B. lanciert einen neuen Kassenbon mit einem Zinssatz von 2,17 %. Nicht zufällig kommt dieses Angebot gerade jetzt, denn im September bekommen bald die Menschen ihr Geld zurück, die letztes Jahr im September die beliebten Staatsbons gezeichnet haben. Diese brachten dem belgischen Staat 22 Mia. €.

Für die ING Bank scheint es eine ganz wichtige Priorität zu sein, die an die Staatsbons verlorenen Sparer bzw. deren Gewinne daraus, wieder zu gewinnen. Hier will man jetzt auf neue Terminkonten setzen, die attraktiver sein sollen, als die neuen Staatsbons, die ab September wieder angeboten werden. Hier will man spontan den möglichen Zinssatz bekannt geben und zwar dann, wenn der für die neuen Staatsbons ausgegeben wird. Das wird am 3. September der Fall sein. Am Tag darauf zahlt der Staat den Anlegern ihr Geld, 22 Mia. € aus und zwar inklusive 609,5 Mio. € Zinsen.

Defensive Anlagemöglichkeiten

Auch andere Banken in Belgien wollen kurzfristig mit neuen Angeboten aufwarten, um die Staatsbons mit einem Konkurrenzangebot zu kontern. Das sagte auch der Finanzexperte Kenneth De Beckker von der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven): "Letztes Jahr haben sie viele Kunden an die Staatsbons verloren und die wollen sie wieder zurückgewinnen." Die Banken wollen sich wohl nicht mehr von neuen Staatsbons fangen lassen und versuchen nun das Geld wiederzubekommen, so De Beckker.

Für die belgischen Sparer, deren Geld aus den Staatsbons in zwei Wochen wieder frei wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihr Geld anzulegen. Das können z.B. neue Staatsbons sein, die bald wieder angeboten werden oder Kassenbons und Obligationen. Die Banken bieten gerade jetzt zahlreiche defensive Möglichkeiten, sein Geld sicher und leidlich gewinnbringend anzulegen.  

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