Das Gesundheitsamt der flämischen Landesbehörden hat eine Stelle für einen „Klimaarzt“ ausgeschrieben, wie die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad meldet. Dieser „Klimaarzt“ soll als Mediziner sowohl Behörden und Politik, als auch Gesellschaft und Bürger über die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels aufklären.
Flandern sucht einen "Klimaarzt", der die Gesellschaft über die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels informieren soll
„Wir wissen alle, dass sich das Klima verändert. Mehr warme Perioden, mehr Niederschläge. Das bringt auch gesundheitliche Folgen mit sich“, so Joris Moonens vom flämischen Landesgesundheitsamt. Es sei jetzt an der Zeit, dies auch einmal „durch die medizinische Brille zu betrachten.“
Die flämischen Landesbehörden suchen in diesem Zusammenhang mach einem „Klimaarzt“, der die Regierung zu diesem Thema berät, der aber auch die Bevölkerung informieren soll. Nicht zuletzt soll er auch zu diesen und ähnlichen Fragen dem Gesundheitssektor in Flandern beratend zur Seite stehen.
Wie aber könnte dessen Bewerbung aussehen?
„Wir suchen jemanden, der medizinisch geschult ist. Ansonsten braucht er nicht viel Hintergrundwissen zum Klima“, so Moonens: „Es muss jemand sein, der sich einarbeiten möchte und der kreativ darüber nachdenken will, welche Aktionen verbessert werden müssen und welche neuen Aktionen ins Leben gerufen werden sollen.“
Der „Klimaarzt“ soll die Behörden z.B. auch bei der Erstellung der sogenannten „Wärmeaktionsplänen“ im Falle von großer Hitze unterstützen. Das bedeutet, dass er Präventivmaßnahmen gegen Austrocknung oder gegen Hitzeschläge ausarbeiten muss. Ein Bereich ist auch der Umgang mit „neuen“ Allergien und mit der Einwanderung von hier nicht bekannten exotischen Tieren, wie Mücken- oder Wespenarten (Tigermücke, Asiatische Hornisse…).
Vielseitiger Bereich
Das beinhaltet auch Reaktionen auf die Art und Weise, wie sich die Natur verändert, denn auch Überschwemmungen und andere Klimaereignisse können gesundheitliche Folgen mit sich bringen (Schimmel…).
Dabei geht es nicht nur um physische gesundheitliche Folgen, sondern auch um mentale und psychische Folgen. „Da denkt man vielleicht nicht unmittelbar an, doch bei Überflutungen geht es auch um Verlust, die mental schwerwiegen können. Auch hier müssen wir schauen, wie wir dies vermeiden oder lösen können“, so der flämische Gesundheitsbeamte Joris Moonens.
