Am Straßburg-Dock im Antwerpener Hafen (Fotos) wird seit Montagmorgen Beton für die Mega-Baustelle an der Oosterweel-Verbindung hergestellt. Mit dieser Verbindung soll der Verkehr in und um Antwerpen bzw. um den Antwerpener Hafen herum langfristig neu geregelt werden. Mit diesem eigen Betonwerk sollen tausende LKW-Fahrten vermieden werden können.
Antwerpen: Ein eigenes Betonwerk für die Bauarbeiten an der Oosterweel-Verbindung
Ziel dieses eigenen Betonwerks unweit der Baustellen für die Oosterweel-Verbindung ist, diese, Baustoff so dicht wie möglich dort zu produzieren, wo er konkret benötigt wird. Aktuell werden die Bauarbeiten für den neuen Tunnel unter dem Albertkanal in Angriff genommen, bei denen Unmengen an Beton gebraucht wird.
Beim Bauherren Lantis hat man sich für den Bau eines eigenen Betonwerks entschieden, weil man zeitweise etwa alle 6 Minuten eine Ladung eines Betonmischers braucht. Doch so viele Beton-LKW kann der Antwerpener Ring zusätzlich zum „normalen Verkehr“ nicht verkraften.
In der neuen Anlage werden ab diesem Montag (5. August 2024) rund 2 Millionen Kubikmeter Beton produziert. Laut Sanne Verlinden von Lantis ersetzt dies mittelfristig 175.000 Betonmischer im Straßenverkehr: „Es gibt in Flandern noch andere Betonwerke, doch diese liegen zu weit von den Baustellen entfernt.“
"Keine Marktverstörung"
Und die derzeit für Oosterweel aktiven Betonproduzenten können die gleichzeitig benötigten Mengen gar nicht erst liefern: „Unsere Nachfrage ist so groß, dass die den Markt verstören würde.“
150.000 bis 175.000 Betonlaster weniger seien gut für den ökologischen Fußabdruck der Baustelle und auch für den Verkehr rund um Antwerpen, heißt es dazu weiter bei Lantis. Der interne Bauverkehr inklusive der Betonmischer verläuft übrigens auf eigenen Wegen: „So vermeiden wir Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern, wie Radfahrern oder Fußgängern.“
Lantis baut übrigens schon ein zweites kleineres eigenes Betonwerk am linken Scheldeufer („Linkeroever“) auf höhe des Kastelwegs und des Noordkasteels. Beide Werke werden mit Rohstoffen über die Binnenschifffahrt beliefert.
