Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

In Flandern aktive Telekomanbieter machen im Bereich Glasfasernetz gemeinsame Sache

Die Telekomunternehmen Telenet, Proximus, Wyre und Fiberklaar, die bisher unabhängig von einander am Ausbau des Glasfasernetzes im belgischen Bundesland Flandern arbeiteten, haben gemeinsam ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet, in dem die wichtigsten Bedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit festgeschrieben wurden. Die flämische Landesregierung quittiert dies mit Wohlwollen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Flanderns scheidender Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) bezeichnete diese Zusammenarbeit als „eine gute Nachricht“. Bei den Beteiligten heißt es dazu, dass dies „zu einem breiteren und schnelleren Ausbau des Glasfasernetzes mit weniger öffentlichen Baustellen“ führen werde.

Die beiden Telekom-Operatoren Telenet und Proximus verbauen damit gemeinsam ein Fiberglasnetz für gut 3 Millionen Haushalte in Flandern. Noch sind beide Firmen dabei, in Flandern ihre eigenen Netze anzulegen und zwar aktuell vor allem in den größeren flämischen Städten.

Vorteil der zukünftigen Zusammenarbeit ist eben auch, dass man die Bereiche, in denen die Glasfaserkabel in die Erde gelegt werden muss, nicht zweimal aufreißen muss. Während man hier die Investitionen noch leicht zurückfinanzieren kann, sind die entsprechenden Kosten in auf dem Land viel höher und die Frage ist, wie lange es dauern kann, bis diese Kosten wieder eingespielt werden können.

Die Idee ist nicht neu

Diese Zusammenarbeit lag allerdings schon länger in der Luft. Belgiens Telekom-Regulierungsbehörde BIPT hatte schon vor einem Jahr die Türe für eine solche Kooperation zwischen den eigentlichen Konkurrenten in dünnbesiedelten Gebieten geöffnet.

In kleinstädtischen Regionen, in denen mehr Menschen wohnen als „auf dem Dorf“, werden die installierenden Firmen Wyre und Fiberklaar für rund 2 Millionen Haushalte sogenannte „FTTH-Netze“ anlegen (Fiber-To-The-Home). Davon baut Wyre 60 % und Fieberklaar 40 %. Diese Vernetzung ist für gegenseitige bzw. gemeinsame Nutzung der Infrastruktur durch sowohl Telenet, als auch Proximus ausgelegt.

In den am dünnsten bevölkerten Gebieten, in denen rund 700.000 Haushalte und Wohnungen an das Fiberglasnetz angeschlossen werden müssen, bietet Proximus seine Dienstleistungen über das HFC-Netz (Hybrid Fiber Coax) von Wyre an. Das ermöglicht, in ganz Flandern die aktuell erforderlichen Gigabit-Geschwindigkeiten anzubieten. 

Fiberklaar-Baustelle irgendwo in Flandern

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5