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Anhaltend schlechtes Wetter: Brüssels Stadtlandwirtschaft in Krisenstimmung

Das dunkle und nasse Wetter der vergangenen Monate haben Leben und Arbeit der Brüsseler Stadtlandwirte deutlich erschwert, meldet die Nachrichtenplattform BRUZZ. Der Brüsseler Verband der professionellen Landwirte ( FedeAU) warnt vor vernichteten Existenzen. 

Andreas Kockartz
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Laut dem Meteorologischen Institut (KMI) in Ukkel/Brüssel sind die Niederschlagswerte in der Hauptstadt-Region seit Oktober 2023 ausnahmslos überdurchschnittlich (zu) hoch gewesen. Regen allerdings bremst die Entwicklung von Pflanzen wodurch sich letztendlich auch die Ernte verspätet. Nicht zuletzt werden pflanzliche Gewächse auch durch zu viel Feuchtigkeit ge- oder zerstört, die den Boden erstickt und die Schnecken und Krankheiten anzieht.

Das Resultat ist, dass die landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion in Brüssel und Umgebung seit Herbst 2023 um rund 40 % zurückgegangen ist. In bestimmten dazugehörenden Bereichen sind die Verluste hier noch höher: Bienenzucht und Honig (zwischen 50 und 75%), Teeanbau (bis zu 60 %). Das führt auf der einen Seite zu höheren Preisen und auf der anderen Seite zu Qualitätsverlusten und zu einer kleineren Produktdiversität. 

Hilferuf

Neben dem Motivationsverlust mache sich auch eine Zukunftsangst unter den Bauern aus der Brüsseler Region breit, stellte FedeAU unlängst am Rande der Landwirtschaftsmesse in Libramont in der Provinz Luxemburg fest, so BRUZZ. Damit geht ein Aufruf an die Politik einher, die Brüsseler Stadtlandwirtschaft besser zu fördern, denn sonst werde diese nicht mehr im bekannten und geschätztem Maße gesunde Lebensmittel von hoher Qualität liefern können.

Der Verband schlägt vor, „dass die Politik eine vereinfachte und permanente finanzielle Hilfe für die unterschiedlichen landwirtschaftlichen Unternehmen freimacht“ und dass „ambitioniertere Maßnahmen ergriffen werden, um die Biodiversität zu fördern und dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen.“ Es ergeht auch der Aufruf an die Brüsseler Bevölkerung, die städtische Landwirtschaft zu unterstützen. Hier produzierten 2022 etwa 40 Projekte und Unternehmen über 470 Tonnen Lebensmittel mit rund 140 Arbeitnehmern in Teil- oder Vollzeitbeschäftigung. 

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