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Umwelt & Klima
Energie

Zum ersten Mal waren Wind- und Solarenergie die wichtigsten Energiequellen in Belgien und in der EU

Wind- und Sonnenenergie waren in den ersten 6 Monaten dieses Jahres zum ersten Mal die wichtigsten Quellen zur Stromerzeugung in Belgien und innerhalb der Europäischen Union im Allgemeinen. Dies ist aus einem neuen Bericht des Energie-Think Tanks Ember ersichtlich. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Laut dem aktuellen Ember-Energiebericht wurde zwischen Januar und Ende Juni 2024 rund 30 % der in der EU erzeugten Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Dem gegenüber stand die Stromproduktion aus fossilen Quellen bei 27 %.

Trägt man noch Rechnung mit der Wasser- und der Atomkraft, dann lag die Stromproduktion aus nachhaltigen, nicht-fossilen bzw. aus schadstoffarmen Quellen im genannten Zeitraum in der EU bei 73 %.

Der Anteil an fossilen Energiequellen ging laut Ember um 17 % auf jetzt 27 % zurück. Das ist der niedrigste Wert überhaupt. Am deutlichsten ist der Rückgang bei der Steinkohle zu erkennen (-24 %) und auch der Gasverbrauch bei der Stromproduktion ging um 14 % zurück.

Insgesamt waren 5 EU-Staaten für drei Viertel dieses Rückgangs verantwortlich - darunter auch Belgien. In unserem Land nahm der Gebrauch von fossilen Brennstoffen bei der Stromerzeugung im Vergleich mit dem gleichen Vorjahreszeitraum um 38 % ab. 

Mehr Strom aus Windkraft- und Solaranlagen

Der wohl wichtigste Grund für die Tatsache, dass fossile Energiequellen zur Stromerzeugnis rückläufig sind, ist die Zunahme bei der Produktionskapazität von Elektrizität aus Windkraft- und Solaranlagen. Damit konnte die leicht um 0,7 % angestiegene Nachfrage nach Strom leicht gedeckt werden, so die Berechnungen von Ember.

Doch auch die eher milden Wetterverhältnisse und die Wiederinbetriebnahme von Wasserkraftwerken sind nicht zu unterschätzen.

Diese Entwicklung hat natürlich auch einen positiven Einfluss auf das Klima. Der Schadstoffausstoß des Energiesektors in der Europäischen Union nahm im Zeitraum Januar bis Juni 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp ein Dritten (31 %) ab.

Dies stellt einen bisher nie dagewesenen Rückgang dar. Dieser Rückgang ist noch ausgeprägter als zu Coronazeiten, als die Gesellschaft mehrere Male in Lockdown ging und als Industrie und Verkehr auf Sparflamme liefen. 

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