Vor genau 20 Jahren explodierte in Ghislenghien im Norden der wallonischen Provinz Hennegau eine Gasleitung. Dabei kamen 24 Menschen ums Leben. An diesem Dienstag, den 30 Juni 2024, wurde dieser verheerenden Katastrophe gedacht. Das Dorf hat dieses Ereignis niemals vergessen.
Am 30. Juni 2004, um 5 vor 9 Uhr am Morgen, explodierte im Industriegebiet von Ghislenghien eine Gasleitung. Die Flammen schlugen danach rund 100 Meter in die Luft. Grund für die Explosion war ein Leck in einer Gasleitung, das bei Baggerarbeiten entstand.
Der Ernst der Lage wurde damals gehörig unterschätzt und die Folgen waren dramatisch. Insgesamt kamen 24 Menschen bei der Explosion ums Leben und 132 Personen wurden zum Teil schwer verletzt bzw. verbrannt. Es gab Verletzte, die noch in gut einem Kilometer Entfernung schwere Verbrennungen erlitten hatten.
Die Verletzten wurden damals in Krankenhäusern in verschiedenen wallonischen Provinzen und sogar über die Grenze hinweg in Nordfrankreich eingeliefert.
In erster Instanz wurden der Gasnetzbetreiber Fluxys und der damalige Auftraggeber der Arbeiten am Ort der Katastrophe, Husqvarna, freigesprochen. Doch in einer weiteren Instanz, 7 Jahre später, wurden sie in Berufung als mitschuldig an dieser Katastrophe befunden.
Die Explosion von Ghislenghien gilt als eine der schwersten Katastrophen in der Geschichte Belgiens.
