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Noch nie so oft geblitzt: Rekordzahl von fast 7 Millionen Bußgeldern im Jahr 2023 verhängt

Noch nie hat die Polizei so viele Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße verhängt wie 2023. Fast sieben Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer wurden geblitzt, über 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus der jährlichen nationalen Verkehrsstatistik hervor. Insgesamt klettert die Zahl der erfassten Verkehrsverstöße auf einen neuen Rekord von 8,4 Millionen.

Martina Luxen Belga
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„Überhöhte Geschwindigkeit bleibt einer der größten 'Killer' im Straßenverkehr“, heißt es in der heute veröffentlichten nationalen Verkehrsstatistik der föderalen und lokalen Polizeidienste. Insgesamt haben die belgischen Polizeikräfte im vergangenen Jahr 6.883.320 Verstöße gegen das Tempolimit registriert. Das sind 11,8 Prozent mehr als 2022.

Die Zahl der Bußgelder für Temposünder*innen steigt seit Jahren an. Seit 2017 hat sich die Zahl der erfassten Verstöße wegen überhöhter Geschwindigkeit verdoppelt, was die Polizei vor allem auf die Zunahme der Abschnittskontrollen zurückführt.

Die Mehrzahl der Geschwindigkeitsübertretungen sind geringfügig: In sieben von zehn Fällen wurden 1 bis 10 km/h zu schnell gefahren, in etwas mehr als 2 von 10 Fällen lag die Geschwindigkeit 11 bis 20 km/h über dem Limit.

Auch mehr Verstöße gegen Verbotsschilder

Der Anstieg lässt die Gesamtzahl der Verkehrsverstöße auf einen neuen Rekord klettern. Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr 8.420.303 Bußgeldbescheide ausgestellt. Das sind 10,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Einen deutlichen Anstieg gab es auch bei den Verstößen gegen Verbots- und Gebotsschilder. Sie stieg auf 318.676 Verstöße (42,5 Prozent mehr als im Jahr 2022) bzw. 20.801 Verstöße (51,1 Prozent mehr als im Jahr 2022).

Wie bei den Geschwindigkeitsübertretungen führt die Polizei diesen Anstieg größtenteils auf den zunehmenden Einsatz von (ANPR-)Kameras zurück. Das Gleiche gilt für den Anstieg der festgestellten Ampelverstöße: 2023 waren es knapp 90.000, das sind 6,3 Prozent mehr als 2022. 

Zahl der Fahrer unter Alkoholeinfluss bleibt stabil

Andere Zahlen bleiben jedoch stabil. So hat die Polizei im vergangenen Jahr 46.712 Autofahrer unter Alkoholeinfluss erwischt, fast genauso viele wie 2022. Die Zahl der Fahrer, die positiv auf Drogenkonsum getestet wurden, lag im vergangenen Jahr bei 12.636 und damit etwas höher als 2022.

Interessanterweise sind männliche Fahrer in dieser Hinsicht weiterhin überrepräsentiert. Mehr als 8 von 10 Alkoholdelikten wurden von einem Mann begangen, bei Drogendelikten sind es sogar 9 von 10.

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