Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

4 Prozent weniger Immobilienverkäufe in Flandern im ersten Halbjahr 2024, Immobilienpreise stagnieren

In der ersten Jahreshälfte wurden in Flandern 4 Prozent weniger Häuser verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies geht aus dem Immobilienbarometer des belgischen Notarverbands hervor. Obwohl sich die Immobilien in Belgien in den letzten fünf Jahren um fast ein Viertel verteuert haben, beginnen die Immobilienpreise jetzt abzukühlen. 

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

Die Belgierinnen und Belgier haben erneut viel weniger Häuser und Wohnungen gekauft und verkauft. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 wurden in Flandern 4,2 Prozent weniger Verkäufe abgeschlossen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Die Zahl der Verkäufe ging in allen flämischen Provinzen zurück: am meisten in Westflandern und am wenigsten in Ostflandern.

Ende des großen Preisanstiegs

Die Zahl der Immobilientransaktionen ist seit 2 Jahren in Folge rückläufig. Bis vor kurzem hatte dies kaum Auswirkungen auf den Preis einer Immobilie. Im Gegenteil: Vor allem in Flandern stiegen die Preise weiter an. Aber jetzt scheinen die großen Preissteigerungen vorbei.

In der Wallonie und in Brüssel sind die Häuserpreise leicht gesunken, in Flandern bleiben die Preise stabil. Ein Haus kostet jetzt durchschnittlich 362.000 Euro, eine Wohnung 278.000 Euro.

Trotz Preisanstiegs bleibt Limburg die Provinz mit den günstigsten Wohnungspreisen in Flandern.

„In Flandern ist der Durchschnittspreis für ein Haus im ersten Halbjahr um 1,1 Prozent gestiegen, aber unter Berücksichtigung der Inflationsdifferenz ist der Preis um 1,4 Prozent gesunken“, sagt Notar Bart van Opstal.

Berücksichtigt man die Inflation, so ist der Preis für ein Haus in allen flämischen Provinzen außer Limburg gesunken. Dennoch bleibt Limburg die billigste Provinz Flanderns.   

Auch der Wohnungspreis ist in Flandern relativ stabil geblieben. Den Zahlen zufolge handelt es sich um einen leichten Anstieg von 0,7 Prozent, aber wenn die Inflation berücksichtigt wird, ist es ein Preisrückgang von 1,8 Prozent. 

Junge Käuferinnen und Käufer sind aktiver

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres lag das Durchschnittsalter der Interessenten bei 39,2 Jahren in Flandern. Interessanterweise waren junge Leute in den letzten Monaten wieder aktiver auf dem Immobilienmarkt. Im ersten Quartal waren etwa 27 Prozent der Käuferinnen und Käufer 30 Jahre alt oder jünger; in den letzten Monaten waren es fast 30 Prozent. 

„Sie ziehen in gewissem Maße an, vor allem in Limburg, Ostflandern und Antwerpen. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass die Hypothekenzinsen wieder leicht sinken“, sagt Van Opstal.

Die Investoren hingegen sind deutlich weniger aktiv: „Sie zögern“, so van Opstal weiter: „Wie man es auch dreht und wendet: Die Preise bleiben sehr hoch. Es muss auch eine ausreichende Mietrendite erwirtschaftet werden können, und da drückt der Schuh.“

Neubauwohnungen weniger beliebt

Es werden jedoch immer weniger Neubauwohnungen verkauft. Nur 1 von 10 verkauften Wohnungen sind Neubau. „Wenn man sich das letzte Jahr anschaut, war es ein Anteil von knapp 15 Prozent. Vor allem vor Corona waren Neubauwohnungen noch sehr beliebt: damals waren es mehr als 20 Prozent.“

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5