EU-Abgeordnete und Ex-Premierministerin Belgiens Sophie Wilmès (MR) ist am Dienstag zu einer der Vizepräsidentinnen des Europäischen Parlaments gewählt worden. Sie erhielt im ersten Wahlgang 371 von 701 abgegeben Stimmen. Die Italienerin Roberta Metsola bleibt Parlamentspräsidentin.
Sophie Wilmès von den französischsprachigen Liberalen MR war bei den Europawahlen am 9. Juni als Spitzenkandidatin für ihre Partei angetreten. Sie bekam 540 000 Vorzugsstimmen, was ein neuer Rekord für die Wallonie war.
Auf X (ehemals Twitter) betonte Wilmès, wie wichtig das Europäische Parlament als „einzige direktgewählte Institution“ der Europäischen Union sei. „Deshalb muss es solide, transparent und im Alltag verwurzelt sein.“
Wilmès unterstützt zusammen mit 13 anderen Vizepräsidentinnen- und präsidenten die wiedergewählte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola bei ihren Aufgaben. Vizepräsidenten können die Rolle des Parlamentspräsidenten übernehmen, wenn dies erforderlich ist. Und sie können das Parlament beispielsweise bei Zeremonien vertreten. Sie sind Teil des parlamentarischen „Büros“, das die Regeln für das Funktionieren des Parlaments festlegt.
