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Flame Joeri Bastiaen stand nur wenige Meter von dem Schützen, der Anschlag auf Trump verübte

"Es war nicht sofort klar, was passiert war. Erst als die Secret Service-Agenten zu schießen begannen, wurde klar, wie ernst die Lage ist”, so der Flame Joeri Bastiaen, der mit seiner Familie im USA-Urlaub eine Wahlkampfveranstaltung des ehemaligen Präsidenten Trump in Pennsylvania besuchte.  

Martina Luxen
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Joeri Bastiaen und seine Familie hatten einen sechsstündigen Umweg in Kauf genommen, um die Wahlkundgebung von Donald Trump in Pennsylvania zu besuchen: "Wir hatten gehofft, die letzten Tage unseres Urlaubs in aller Ruhe verbringen zu können", erklärte Bastiaen. Doch der Besuch der Kundgebung nahm schnell eine dramatische Wendung. 

Lücken bei der Sicherheit

Zu Beginn der Veranstaltung herrschte eine sehr gute Atmosphäre. "Die Wahlkampfveranstaltung ist so eine Art Familienveranstaltung. Es sind viele Familien mit Kindern da und die Atmosphäre ist sehr gesellig. Trotz der vielen Leute verlief alles ruhig und gelassen. Außerdem war es sehr heiß." 

"Es gab eine gründliche Sicherheitskontrolle. Wir durften nichts mit auf das Gelände nehmen: keine Stühle und keine elektronischen Geräte. (...) Aber wenn man erst einmal drinnen ist, kann nicht viel passieren, dachte ich.”

"Hinter der Bühne hatten sich Scharfschützen verschanzt. Auf den Gebäuden hinter uns war das jedoch nicht der Fall. Außerdem stand da ein Wasserturm. Das wäre eine ideale Gelegenheit für jemanden, der böse Absichten hat, dachte ich. Der Gedanke lässt mich nicht mehr los."

Vom Dach eines der angrenzenden Gebäude aus feuerte ein 20-jähriger Mann mehrere Schüsse auf den ehemaligen Präsidenten ab. Trump erlitt leichte Verletzungen an der Spitze seines Ohrs. Mehrere Menschen in der Menge wurden getroffen, eine Person wurde getötet. Die Sicherheitskräfte erschossen den Täter auf der Stelle.

Schütze nur wenige Meter entfernt

"Es war nicht sofort klar, was vor sich ging", sagt Joeri Bastiaen. "Ein lauter Knall ertönte, aber die Leute hinter uns meinten, es sei ein Feuerwerkskörper. Erst als der Secret Service das Feuer auf den Verdächtigen eröffneten, wurde uns klar, was los ist. Es dauerte ein paar Millisekunden, bis ich begriff, dass Schüsse gefallen waren. Meine Frau hatte sofort begriffen, zog unsere Tochter zu Boden und legte sich auf sie."

Inmitten der Menschen sah Bastiaen, wie Trump mit erhobener Faust von der Bühne geführt wurde. "Man hört die Leute um sich reden und schreien, aber im Allgemeinen blieben alle ruhig", stellte er fest: "Man merkt, dass die Amerikaner irgendwie auf diese Art von Situation vorbereitet sind. Jeder wusste genau, was zu tun war.“

Nach dem Ereignis, dessen Bilder in die Geschichte eingehen werden, überwog bei den Bastiaens die Wut und das Unverständnis darüber, wie so etwas passieren konnte. "Der Täter war nur wenige Meter von uns entfernt", sagt er: "Das hätte viel schlimmer enden können."

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