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TrainTramBus warnt vor Folgen der neuen Zugverbindung Brüssel-Amsterdam für Flandern

Die geplante neue Zugverbindung zwischen Brüssel und Amsterdam bereitet der Interessengemeinschaft TrainTramBus große Sorgen. Die Lobby, die für die Rechte der Nutzer*innen der öffentlichen Verkehrsmittel eintritt, ist der Ansicht, dass die 16 zusätzlichen Züge pro Tag erhebliche Folgen für den Inlandsverkehr in ganz Flandern haben werden.  

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

Der neue Verkehrsplan der belgischen Bahn MNBS/SNCB tritt im Dezember in Kraft. Was sich genau ändern wird, bleibt noch abzuwarten. Aber schon jetzt steht fest, dass eine neue Zugverbindung zwischen Brüssel und Amsterdam eingerichtet wird. Das haben die Niederländischen Eisenbahnen (NS) und die MNBS/SNCB vereinbart.

Die 16 neuen Züge werden zusätzlich zu der bestehenden Verbindung verkehren und sollen die Anzahl der Züge zwischen Belgien und den Niederlanden verdoppeln. Die Strecke des Benelux-Zugs, der jetzt zwischen Brüssel und Amsterdam verkehrt, wird nach Rotterdam-Centraal verkürzt.  

Mit dem neuen Fahrplan sollen die Reisenden 45 Minuten früher in Amsterdam ankommen. Der “IC fast” erreicht eine Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern und braucht nur zwei Stunden vom Brüsseler Südbahnhof nach Amsterdam. Der Zug hält weder in Brüssel-Centraal noch in Brüssel-Nord. In Antwerpen hält der Zug weiterhin.

Auf Kosten des Inlandverkehrs, befürchtet TreinTramBus

Die Reisenden-Lobby TreinTramBus schlägt nun Alarm. Ihrer Meinung nach wird diese neue Verbindung auf Kosten der inländischen Reisenden gehen.  

"Man lässt einige Züge (...) zu einer anderen Stunde abfahren. Dadurch gehen Anschlüsse verloren, die Reisenden müssen umsteigen und sind länger unterwegs. Um diese extra Züge durch die Nord-Süd-Achse in Brüssel fahren zu lassen, werden die Folgen bis nach Westflandern und Limburg zu spüren sein."

Außerdem ist der "IC fast" ein internationaler Zug, der keinen öffentlichen Dienst bietet, so dass man nicht mit einer regulären Fahrkarte oder einem Abonnement der belgischen Bahn einsteigen darf. Belgische Pendler*innen haben also das Nachsehen.  

Die NMBS teilt mit, dass es für die Strecken auf der Linie Antwerpen-Brüssel "ausreichende Alternativen" gibt. 

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