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Porträt von Margarete von Österreich kommt nach Mechelen: „Es war unsere Chance, Margarete wieder nach Hause zu bringen"

Die Stadt Mechelen hat auf einer Auktion ein Porträt von Margarete von Österreich für 53.000 Euro erworben. Das Werk, das im Hof van Busleyden zu sehen sein wird, ist das allererste gemalte Porträt dieser Frau in der Mechelner Sammlung. „Mit diesem neuen Gemälde ist die Stadt um ein Meisterwerk reicher. Wir hoffen, es noch diesen Sommer in unserer Dauerausstellung zeigen zu können“, erklärt Direktorin Kristl Strubbe.

Jens Van Reet
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„Als wir dieses Werk bei einer Auktion bei Sotheby's in London sahen, wussten wir sofort, dass wir diese Chance nicht verpassen durften“, sagt der Mechelner Kulturschöffe Björn Siffer (Groen). „Es war unsere Chance, Margarete wieder nach Hause zu bringen."

Die Stadt Mechelen zahlte 53.000 Euro für das Porträt. „Es war eine Auktion, also haben wir uns im Vorfeld bei Experten informiert. Bei einer Schätzung, wie viel das Porträt wert sei, kamen sie fast genau auf diesen Betrag“, erklärt Direktorin Strubbe.

Auf dem Porträt sieht man Margarete kniend an einem Tisch, während sie auf eine Landschaft schaut. Das Gemälde stammt aus dem Atelier des Hofmalers Bernard van Orley, der mehrere Porträts von Margarete anfertigte. Der Kauf des Gemäldes ist eine Premiere: Es ist das erste gemalte Porträt, das die Stadt Mechelen ausstellen wird.

Die anderen Porträts, die bisher in Mechelen hingen, waren Leihgaben des Bristol Museums, der Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel und der Phoebus Foundation. Margarete war zwar bereits auf verschiedenen Gemälden zu sehen, die Teil der städtischen Sammlung sind, doch ein Porträt fehlte bisher.

Margarete von Österreich (1480-1530) war von 1507 bis 1530 Statthalterin der Niederlande. Sie regierte von Mechelen aus und unter ihrer Herrschaft erlebten die Stadt und die umliegenden brabantischen Regionen eine Blütezeit. Margarete hatte eine große Leidenschaft für Bücher, Musik und Architektur. Ihr Hof in Mechelen wurde zu einem wichtigen Zentrum der Renaissance und des Humanismus.

Im Museum Hof van Busleyden, einem Stadtpalast aus dem 16. Jahrhundert, steht die burgundische Renaissance im Mittelpunkt. Das Museum wurde in diesem Frühjahr mit einer erneuerten Dauerausstellung „Zuhause im burgundischen Mechelen" wiedereröffnet, die dem Leben und Werk von Margarete viel Aufmerksamkeit schenkt. Seit der Wiedereröffnung konnte das Museum bereits mehr als 30.000 Besucher anziehen.

„Das wachsende Interesse an der Epoche der burgundischen Renaissance macht Lust auf mehr. Im Jahr 2030 gedenken wir des 500. Todestages dieser großen Dame. Das Porträt von Margarete von Österreich kommt also rechtzeitig, um diesen Jahrestag groß zu feiern", sagt Bürgermeister Bart Somers (Open VLD).

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