Das belgische Finanzministerium ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, ihre gesammelten Euro-Münzen auszugeben. Viele Geschäfte haben oft nicht genug Wechselgeld.
Zu wenig Wechselgeld in den Geschäften: 200 Millionen Münzen schlummern in Taschen und Tassen
Die Regierung will die Millionen Münzen, die zu Hause gesammelt und gehortet werden, in Umlauf bringen. Mit der Kampagne #spendyourchange in den sozialen Medien ruft sie auf, im Geschäft mit Münzen zu bezahlen.
Die Belgische Nationalbank hat mehr als 4,2 Milliarden Münzen im Wert von über 1,5 Milliarden Euro ausgegeben.
Doch in den Geschäften fehlt häufig das Wechselgeld für Kunden, die mit Bargeld bezahlen. Einer Studie aus den Niederlanden zufolge sollen in Belgien mehr als 200 Millionen Münzen zu Hause herumliegen.
Teuer und nicht umweltfreundlich
Das Finanzministerium weist darauf hin, dass das Horten der Münzen indirekt Geld kostet. Es müssen neue Münzen geprägt werden, um genügend Kleingeld im Umlauf zu haben. "Wenn nur 2 Prozent der nicht verwendeten Münzen wieder in Umlauf kommen, können wir mehr als 5 Millionen Euro an Produktionskosten pro Jahr einsparen.”
Die Produktion von Münzstücken belastet außerdem die Umwelt. Bei der Herstellung und dem Transport der Münzen wird eine Menge CO2 freigesetzt.
