Schon zum dritten Mal widmet sich ein „111 Orte“-Buch des Kölner Emons Verlags einer Stadt in Belgien und einmal mehr ist Kay Walter der Autor. Dieses Mal widmet er sich Antwerpen, der größten Stadt Flanderns. Das Buch “111 Orte in Antwerpen, die man gesehen haben muss“ bietet wieder ein gesundes Hin und Her zwischen klassischen und bekannten Orten und dem Ortsfremden kaum bekannte Stellen.
"111 Orte in Antwerpen, die man gesehen haben muss" - Bekanntes und Unbekanntes in der flämischen Hafenmetropole
Kay Walter, der 2017 gemeinsam mit Rüdiger Liedtke ein „111 Orte“-Buch zu Brüssel geschrieben hat und der 2023 ein weiteres Emons-Buch zu Brügge vorlegte, kommt jetzt mit einem dritten Buch zu einer belgischen bzw. flämischen Stadt und zwar zu Antwerpen. Auch hier bietet der Belgien-Kenner wieder einen tollen Rundumschlag zu einer Stadt, denn er versteht es, Städte zu entdecken und vorzustellen.
111 Orte in Antwerpen zu suchen und zu finden, mag vordergründig einfach erscheinen, denn die flämische Hafenmetropole ist vielschichtig, vielseitig, bunt und voller Geschichte(n). Doch Kay Walter begibt sich in seinem Buch bei weitem nicht nur auf ausgetretene Pfade, sondern er sucht tiefer und legt einmal mehr eine Neugierde an den Tag, die den Leser dieses „Reiseführers“ auf jeden Fall begeistern wird.
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Walter flaniert zwischen altehrwürdigen Gebäuden und modernster Architektur hin und her und stellt so faszinierende Bauten, wie den allseits bekannten Antwerpener Zentralbahnhof ebenso vor, wie das Hafenhaus von Zaha Hadid. Er lässt natürlich das Museum am Strom (kurz MAS) nicht aus, aber lässt nur wenige dutzend Meter weiter auch das Red Star Line-Auswanderer-Museum nicht aus.
Er schaut in bemerkenswerte Läden rein und besucht außergewöhnliche Gastronomieadressen. Doch hier schaut er nicht unbedingt auf die Sterne- und Szenelokalitäten, sondern auf die Originalität.
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Wer wissen möchte, was ein orientalischer Waschsalon ist und wo man Billardtische feinster Qualität finden kann, ist hier gut aufgehoben und ob die Frittüre N°1 wirklich Antwerpens beste Frittenbude ist, hat der Autor abgeschmeckt, auch wenn er dem Leser empfiehlt, dies selbst zu testen. Kay Walter erzählt auch die Geschichte der „Handjes“ und was diese mit dem Namen der Stadt zu tun haben und er schaut auf die Olympischen Spiele von Antwerpen im Jahr 1920 zurück.
Nicht zuletzt beleuchtet Walter markante Orte und Stellen, die mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs (und mit anderen bewaffneten Konflikten) zu tun haben. Kay Walter beschränkt sich auch in diesen „111 Orte“-Buch nicht nur auf die vorzustellende Stadt, sondern er schaute auch nach, was es im Umland zu entdecken gibt. Das Antwerpen-Buch vom Emons Verlag ist schlicht und einfach wieder sehr empfehlenswert.
„111 Orte in Antwerpen, die man gesehen haben muss“, Text und Fotos von Kay Walter, Emons Verlag, Köln 2024, ISBN 978-3-7408-2119-7
