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Verviers im Juli 2021

Fast alle Schadensfälle nach dem Hochwasser in Belgien im Juni 2021 sind abgeschlossen

Knapp 3 Jahre nach den verheerenden Überschwemmungen nach schwersten anhaltenden Regenfällen in der Wallonie im Juli 2021 haben die Versicherungen fast alle Schadensfälle abschließen können. Dies teilt der Sektorverband des belgischen Versicherungswesens Assuralia mit. Ende März 2024 waren 98,9 % der rund 74.000 Dossiers abgehandelt, so Assuralia. Das bedeutet, dass die Versicherungen rund 2,2 Mia. € ausbezahlt haben.

Andreas Kockartz
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In 94,1 % der Fälle wurden die gesamten Schäden von den Versicherungen beglichen. In 4,8 % der Vorgänge wurden 80 % der Flutschäden vergütet. Hier werden möglicherweise auch noch die restlichen 20 % beglichen, doch in einigen dieser Fälle sind noch nicht alle Rechnungen und Dokumente vorhanden, so Assuralia. 7

Übrig bleiben noch 1,1 % der Schadensdossiers. Hierbei handelt es sich nicht um individuelle private Fälle, sondern um kollektive Fälle, wie Schäden bei öffentlicher, sprich kommunaler, regionaler oder staatlicher Infrastruktur. Insgesamt, so eine Schätzung von Assuralia, hatten die Schäden des Hochwassers vom Juli 2021 ein Volumen von über 2,5 Mia. €. 

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Assuralia ruft 3 Jahre nach den verheerenden Überschwemmungen vor allem im Wesertal in der Provinz Lüttich die zukünftigen Regierungen in Belgien dazu auf, an einer Zusammenarbeit zwischen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand zu arbeiten, um gemeinsam Schäden, die durch Naturkatastrophen verursacht werden, zu regulieren.

Der Sektor wünscht sich eine „nachhaltige Aufteilung“ zwischen den Versicherungsgesellschaften und allen Regierungs- und Behördenebnen. Durch den Umfang der Schäden im Sommer 2021 kamen die Versicherungen und die Wallonische Region überein, die Betroffenen vollständig zu vergüten.

Die Versicherungsgesellschaften verdoppelten ihre maximalen Entschädigungssummen und die Wallonie vergab zinslose Kredite. Die Erste Kammer im belgischen Bundesparlament stimmte Ende 2023 Regierungsplänen zu, nach denen der Plafond für die Maximalbeträge der Versicherungen bei Naturkatastrophen auf 1,6 Mia. € zu vervierfachen.  

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