Die flämischen Jugendämter suchen dringend nach rund 400 Pflegefamilien. Das sind Familien, die rasch Kinder für eine kurze Zeit aufnehmen können, die aus ihren eigenen Familien aufgrund von Problemen herausgenommen werden müssen.
Im vergangenen Jahr konnte in 744 von 1.121 Fällen keine passende Pflegefamilie gefunden werden und die betroffenen Kinder, nicht selten Babys und Kleinkinder, aber auch heranwachsende Minderjährige, mussten in Internaten oder in Krankenhäusern untergebracht werden.
Dieses Jahr mussten die Jugendämter schon rund 450 Anfragen ablehnen, weil sich keine Familie zur Aufnahme eines oder mehrerer Kinder fand.
Die Aufnahme von Kindern aus Notsituationen verlangt von den Pflegefamilien ein besonders hohes Engagement. Manchmal bekommt man morgens einen Anruf und muss Abends ein Kind aufnehmen.
Die flämischen Behörden ziehen es immer vor, dass Kinder aus Notsituationen bei Familien untergebracht werden: „Kinder wachsen am besten in einem warmen und geschützten Nest auf, wo sie auch Liebe bekommen. Sie haben da Anrecht drauf.“
