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Inland
Wirtschaft

Gewinneinbruch bei der belgischen Post führt zu einer Verringerung der Investitionen

Bpost, die belgische Post, wird in nächster Zeit deutlich weniger investieren. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass der Gewinn im laufenden Jahr um rund ein Drittel geringer ausfallen wird, als letztes Jahr. Dies lässt sich jetzt auch an der Brüsseler Börse erkennen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Bpost-Aktie sackte seit der Ankündigung des Gewinneinbruchs an der Brüsseler Bel20-Börse um 7 % und ist damit nur noch knapp 3 € wert. Das ist der niedrigste Stand seit die belgische Post an der Börse ist. Vor rund 10 Jahren zog Bpost an die Börse und gab Aktien zum Preis von 15 € aus.

Die Post erwartet dieses Jahr ein Betriebsergebnis von 165 bis höchstens 185 Mio. €. Das wäre ein Einbruch um ein Viertel bis ein Drittel

Die sinkenden Gewinne bei der Post sind auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass die staatlichen Zuschüsse für die Zuteilung der Tageszeitungen und Zeitschriften wegfallen. Die neuen Verträge mit den Verlagen bieten weitaus kleinere Margen an, als bisher. Und nicht zuletzt erwirtschaftet ein Tochterunternehmen in den USA nicht das, wovon man bisher ausgegangen ist.

Aufgrund dessen beschneidet Bpost die eigenen Investitionspläne. Das Investitionsbudget wird um 30 Mio. € auf „nur“ noch 150 Mio. € gesenkt. Die Gewerkschaften befürchten jetzt, dass dies auch zu Lasten der Beschäftigten führt und entweder Entlassungen oder Einkommenseinbußen zur Folge hat.

Teure Übernahme

Vor kurzem erst hatte Bpost den französischen Paketzulieferer Staci übernommen und bezahlte dafür 1,3 Mia. €. Die belgische Post wollte mit dieser größten Übernahme ihrer Geschichte, ihre Position als Paketunternehmen in Europa verstärken.

Das französische Logistikunternehmen Staci Group bietet vor allem Dienstleistungen für Dritte und betreibt in mehreren Ländern Lagerhäuser und Logistikstandorte für diese Kunden. Staci unterhält rund 80 Filialen in 8 Ländern: Frankreich, Belgien, Italien, Niederlande, Spanien, Großbritannien, China und USA. Im vergangenen Jahr realisierte das Unternehmen einen Umsatz von rund 800 Mio. €.

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