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Flandern: Wieder ein neuer Rekord bei den Konkursen

Im ersten Halbjahr 2024 wurden im belgischen Bundesland Flandern insgesamt 3.537 Firmenpleiten verzeichnet. Dies ist die höchste Zahl an Konkursen, die hier je in einer ersten Jahreshälfte angemeldet wurden, wie das Wirtschafts- und Handels-Informationsbüro GraydonCreditsafe meldet. Auch auf gesamtbelgischer Ebene sieht es derzeit nicht besser aus. 

Andreas Kockartz Belga
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Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2023 (auch schon ein Rekord) stieg diese Zahl um über 5 %. Die meisten Firmenpleiten wurden am Bau registriert (856 Konkurse), in der Gastronomie (587) und im Dienstleistungssektor für Unternehmen (485).

Dass die Bauwirtschaft so stark betroffen ist, hat laut GraydonCreditsafe einen Grund. Hier wurden in einigen Gerichtsbezirken betrügerische Unternehmen kontrolliert. Doch auch steigende Materialkosten und Löhne sowie unbezahlte Rechnungen treiben hierzulande Bauunternehmen in die Pleite.

Die Konkurse in Flandern gehen auch mit Jobverlusten einher. In den ersten 6 Monaten des Jahres gingen 9.265 Arbeitsstellen durch Firmenpleiten verloren. Das ist ein Anstieg um rund ein Drittel gegenüber dem ersten Halbjahr 2023, so GraydonCreditsafe.

Dazu gehörten der Konkurs des Busbauers Van Hool mit 2.535 verlorenen Jobs gefolgt vom Textilunternehmen MC Three Carpets mit 262 Entlassungen. 

Landesweiter Anstieg

GraydonCreditsafe meldet, dass es in Sachen Firmenpleiten auch auf dem gesamten Gebiet Belgiens einen starken Anstieg zu verzeichnen gab. Belgienweit gingen im ersten Halbjahr 2024 insgesamt 6.008 Unternehmen in Konkurs, 7 % mehr als im gleichen Zeitraum 2023 und gleichzeitig der höchste Wert seit 2019. Hierbei gingen 14.677 Arbeitsplätze verloren. Auch hier sind das Bauwesen mit 1.352 und die Gastronomie mit 1.035 verlorenen Jobs am stärksten betroffen.

Belgienweit fällt auf, dass besonders viele Kfz-Werkstätten pleitegegangen sind. Mit 252 Konkursen gab es hier rund ein Fünftel mehr Pleiten. Hier könnte laut GraydonCreditsafe das verstärkte Aufkommen von Elektro-Autos ein Grund sein, denn diese brauchen weniger Unterhalt durch Garagisten. Und die großen Automarken legen in Belgien immer mehr ihren Focus auf riesige Standorte mit großen Showrooms. 

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