Die Zeit der Prüfungen und Examen für Schüler und Studierende mögen vorbei sein und die Sommerferien haben begonnen. Doch für rund 5.500 Schülerinnen und Schüler, die gerade in Flandern ihr Abitur gemacht haben, ist dieser 2. Juli der Tag der Wahrheit.
Fast 5.500 junge Leute in Flandern legen ihr Zulassungsexamen für das Medizinstudium ab
Sie legen ihre Zulassungsprüfung für das Medizinstudium ab. Sie wollen Medizin studieren und Arzt werden.
Allerdings können „nur“ 1.700 der Prüflinge, die diese Zulassung bestehen, auch einen Studienplatz an einer medizinischen Fakultät einer flämischen Universität bekommen. Das sind allerdings mehr als in den Vorjahren.
Die flämische Landesregierung hat dieses Jahr mehr junge Leute zu diesem Examen zugelassen, denn mit möglicherweise mehr Medizinern soll nicht zuletzt der Mangel an Hausärzten behoben werden.
Die Prüfungen begannen gegen 10 Uhr am Dienstagmorgen an verschiedenen Stellen in ganz Flandern. In den kommenden Tagen finden hier auch die Zulassungsexamen für angehende Tier- und Zahnärzte statt.
Kritik aus den Unis
Aus den Universitäten kommt Kritik an Flanderns Bildungsminister Ben Weyts (N-VA). Die Unis bekommen zwar mehr Geld für ihre medizinischen Fakultäten, doch es sei von der Lehrqualität und von der Aufnahmefähigkeit her in den Instituten keine gute Sache, so schnell so viele neue Studierende hinzuzubekommen.
Und der Fakultätsdekan der Genter Universität (UGent), Piet Hoebeke, glaubt nicht, dass dies das aktuelle Hausärzteproblem kurzfristig lösen werde: „Die neuen Studenten machen ihren Abschluss erst in 10 Jahren und der Mangel an Hausärzten ist bis dahin längst aufgefangen.“
