Die Liste der sogenannten Engpassberufe, das sind Berufe, in denen akuter Personalmangel herrscht, umfasst in der Brüsseler Hauptstadt-Region inzwischen 102 berufliche Tätigkeiten. Das sind nicht mehr so ganz viele Engpassberufe wie im vergangenen Jahr, doch mehrere Tätigkeiten sind neu in dieser Liste: Turmkranführer, Dachdecker, Fassaden-Renovierer und überraschenderweise auch Verkäuferinnen und Verkäufer.
Engpassberufe: In Brüssel wird händeringend Verkaufspersonal gesucht
Ein Engpassberuf ist ein Beruf, für den die Arbeitgeber nur schwerlich Personal finden. Das kann der Fall sein, dass es zu wenig Bewerber gibt oder dass zu wenig Kandidaten über die passende Ausbildung verfügen.
Weitere Probleme sind Sprachenkenntnisse oder auch, dass bestimmte Berufe als zu schwer bzw. gesundheitsschädlich empfunden werden oder dass die Arbeitszeiten nicht mit dem Privat- oder Familienleben vereinbar sind.
Die meisten Engpassberufe stehen auch in Brüssel schon lange auf dieser Liste. Dazu gehören Berufe im Baufach, wie Maurer, Straßenarbeiter oder Installateure im Sanitärbereich. Doch auch Bewerber mit IT-Profilen werden gesucht und bei den Lehr- und Pflegekräften sowie in der Gastronomie (Bedienung, Küchenpersonal) herrscht hier ebenfalls Personalmangel.
Neben verschiedenen Berufen im Baufach werden vor allem in der Brüsseler Region Verkäuferinnen und Verkäufer für die verschiedensten Arten von Geschäften sowie Filialleiter dringend gesucht. Im belgischen Bundesland Flandern ist die Liste der Engpassberufe ungleich länger. Hier wird Personal in nicht weniger als 241 beruflichen Tätigkeiten gesucht.
