Becom, der belgische E-Businessverband, fordert von Politik und Behörden ein härteres Vorgehen gegen die unlautere Konkurrenz aus China. Der Verband der hiesigen Internethändler wird chinesischen Webshops vor, denn Wettbewerb in Europa bzw. in Belgien zu verzerren.
Der Verband der belgischen Internethändler fordert hartes Vorgehen gegen die Konkurrenz aus China
Becom fordert von den hiesigen Wettbewerbsbehörden, dass sie gegen unlauter vorgehende Online-Shops aus China strenger vorgeht und dass sie deutlichere Strafen verhängen sollen, wenn sich diese gegen die europäischen Regeln verstoßen.
Der Verband wirft den teilweise marktbeherrschenden chinesischen Webshops Temu und Shein z.B. vor, bewusst gegen das EU-Regelwerk zu verstoßen und dieses konsequent zu ignorieren. Nicht zuletzt würden solche Regeln, wie auch Zollvorschriften, umgangen.
Flughafen Lüttich
Ein wunder Punkt ist für Becom dabei der Regional- und Cargo-Flughafen Bierset bei Lüttich. Dieser Frachtflughafen werde regelrecht mit Lieferungen aus dem chinesischen Internethandel überschwemmt und erschwerend für die Zollkontrollen sei, dass viele kleine Sendungen in großen Paketen eingeflogen würden, was einzelne Überprüfungen fast unmöglich mache.
Becom fordert schlicht und einfach, dass chinesische Konkurrenten im E-Business, die europäische Handels- und Zollvorschriften ignorieren oder umschiffen, „zur Not vom Netz genommen werden“ und dass die entsprechenden EU-Regeln dahingehend angepasst werden sollen, dass die Chinesen ihren Lieferungen verpflichtet genaue Informationen zu den Inhalten beifügen müssen.
