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Das Gefängnis von Antwerpen
Inland
Justiz

Kurzfristig angekündigter 24-Stunden-Streik im Gefängnis von Antwerpen

Das Personal der Haftanstalt von Antwerpen hat für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Die sozialistische Gewerkschaft ACOD hatte den Streik nach zwei gewalttätigen Angriffen auf Mitarbeiter erst am Mittwochabend angekündigt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Mitarbeiter des Antwerpener Gefängnisses protestieren damit gegen die zunehmende Gewalt in ihrer Einrichtung. Immer häufiger wird das Wachpersonal zur Zielscheibe von Angriffen durch Häftlinge, so die Gewerkschaft.

Offenbar kommen solche Vorfälle alle zwei bis drei Tage vor, so Robby De Laey von der ACOD. Dafür machen die Gewerkschaften die immer noch anhaltende Überbelegung der Zellen und den Personalmangel in den Gefängnissen verantwortlich.

Derzeit müssen im Knast von Antwerpen 62 Häftlinge aus Platzmangel in den Zellen auf dem Boden schlafen - darunter auch Frauen.

Hinzu kommt noch, so der ACOD-Sprecher, dass unter den hier einsitzenden Häftlingen auch solche sind, die eigentlich besser in der forensischen Psychiatrie aufgehoben wären, als in einem Gefängnis. Personalmangel kommt in Antwerpen auch bei den Mitarbeitern vor, die eigentlich psychisch gestörte Häftlinge begleiten sollen, so die Gewerkschaft. 

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