Die Roten Teufel sind bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland mit einem 0:0 gegen die Ukraine ins Achtelfinale gekommen. Doch die Fans der Nationalmannschaft sind nicht wirklich euphorisch. Sie waren von mäßig spannenden Spiel von De Bruyne und Co. maßlos enttäuscht und pfiffen die Teufel im Stadion in Stuttgart aus. Die Fußballer verzichteten daraufhin, ihre Fans nach dem Abpfiff zu begrüßen.
Ausgepfiffen: Unzufriedene Fans nach dem Unentschieden gegen die Ukraine
Während Nationaltrainer Domenico Tedesco nach dem Spiel sagte, dass seine Mannschaft alles daran gesetzt habe, sich für die nächste Runde zu qualifizieren, gab Kevin De Bruyne zu, dass die Atmosphäre nach dem Abpfiff in der Umkleidekammer auch eher bedrückt war.
Bei den Fans herrscht inzwischen der Eindruck, dass ihre Roten Teufel am Montag um 18 Uhr in Düsseldorf im Achtelfinalspiel gegen die Franzosen so keine Chance haben und durch das K.O.-System in dieser Runde danach nach Hause fahren können. Eigentlich war das Ziel gegen die Ukraine nicht nur das Weiterkommen gewesen, sondern auch, Frankreich als Gegner im Achtelfinale zu vermeiden.
"Das war nicht gut"
VRT-Fußballanalyst Peter Vandenbrempt von der Sportredaktion Sporza war enttäuscht - auch davon, dass der anvisierte Gruppensieg nicht erzielt wurde: „In dieser Gruppenphase sind nicht einmal die Minimalziele erreicht worden. Das war eine unfassbar enttäuschende Leistung in einem entscheidenden Augenblick für die Roten Teufel. (…) Im Spiel gegen die Ukraine glich alles dem Balltempo und der Passivität gegen die Slowakei.“
Dass die Nationalmannschaft nach dem Spiel nicht zu den Fans gegangen ist, die die Roten Teufel ausgepfiffen hatten, hält Vandenbrempt für unmöglich: „Es ist sehr unglücklich, dass die Beziehung (zwischen Fans und Mannschaft, Red.) jetzt plötzlich gestört ist. (…) Ich finde, dass die Teufel ihre Fans immer grüßen müssen, ungeachtet, wie hart ein solches Pfeifkonzert auch ist und wie frustriert man auch ist. Meiner Ansicht nach hat De Bruyne hier falsch reagiert. Sie hätten einfach mal die Pfiffe kassieren müssen und ihre Hand reichen können. Das war nicht gut.“
Damit entspricht Peter Vandenbrempt der Ansicht vieler am Tag nach dem Spiel.

