Die belgische Fußball-Nationalmannschaft traf an diesem Mittwoch in Stuttgart im dritten Vorrundenspiel auf die Ukraine. Ein Unentschieden hätte für das Weiterkommen ins Achtelfinale schon gereicht. Gleichzeitig trafen in der Gruppe E Slowenien und Rumänien aufeinander. Um Gruppenerster zu werden, mussten die Roten Teufel gewinnen, doch sie wurden durch das 0:0 „nur“ Zweiter und treffen am Montag in Düsseldorf auf Frankreich.
Fußball-EM in Deutschland: Belgien erzielt gegen die Ukraine ein torloses Unentschieden
In der ersten Viertelstunde dominierten die Roten Teufel die Partie, auch wenn die Ukrainer direkt am Anfang wacher waren und rasch einen Eckstoß herausholten. Doch dieser brachte nicht viel. Von Anfang an zeigte sich Kapitän Kevin De Bruyne in bester Laune. Und Romelu Lukaku hatte nach 8 Minuten schon einen Torschuss auf dem Fuß. Ukraines Keeper Trubin allerdings war zur Stelle.
Auf der anderen Seite musste Belgiens Torwart Koen Casteels nach knapp 20 Minuten ebenfalls reagieren als nacheinander Jaremtschuk und Dovbyk gute Chancen nach Ballverlust von Belgiern hatten. Die Ukraine war eben kein zu unterschätzender Gegner.
Nach 25 Minuten kam die Meldung, dass die Slowakei in Frankfurt den Führungstreffer erzielt hatte. Nach einer halben Stunde hatten Jaremtschuk und Dovbyk erneut Chancen, die aber nicht gut ausgespielt waren. Zu allem Überfluss bekam De Bruyne einen Laserstrahl ins Auge, wofür er bei Schiedsrichter Taylor protestierte. Zuvor schoss er dadurch einen Freistoß ins Seitennetz.
10 Minuten vor der Halbzeitpause musste Casteels dann einen Torschuss von Sudakow abwehren, was aber kein wirkliches Problem für ihn war. Inzwischen aber hatten die Rumänen im Parallelspiel ausgeglichen. Kurz vor der Pause und in der dazugehörenden Nachspielzeit gab es noch Chancen auf beiden Seiten, u.a. von De Bruyne.
Die zweite Halbzeit
Der zweite Durchgang begann auf belgischer Seite dynamischer, doch Möglichkeiten wurden nicht wirklich gut ausgespielt. Kurz nach der Pause wechselte Trainer Domenico Tedesco Tielemans gegen Mangala und Trossard gegen Carrasco aus. Das Team De Bruyne und Lukaku versuchte danach redlich die Führung zu erzielen, doch echter Nachdruck lag nicht vor.
Nach und nach wurden die Ukrainer gefährlicher, doch auch sie ließen bei ihren Angriffen die Schärfe vermissen, trotz 3 neu eingewechselten Spielern. Aber, die Roten Teufel wurden stärker und forderten die ukrainische Verteidigung heraus, doch Carrasco gelang in der 73. Minute die Befreiung nicht ganz. Derweil sorgt Wout Faes für Unterstützung von Casteels im belgischen Tor und vereitelt eine Chance von Dovbyk. Kurz darauf wechselt Tedesco Doku gegen Johan Bakayoko für die Schlussphase aus. Die Ukrainer bringen indessen Andryi Jarmolenko.
In den letzten 5 Minuten der regulären Spielzeit wirkten die Ukrainer frischer. Doch ein Konter der Belgier wurde gefährlich, als Carrasco auf De Bruyne spielte und Bakayoko den Fehlpass aufs ukrainische Tor brachte - vergeblich. Bei den Ukrainern erwiesen sich in der Schlussphase Malinowski und Jarmolenko als scharf. Dann wurde der erfolglose Lukaku gegen Openda ausgewechselt.
In den 4 Minuten Nachspiel hatten die Ukrainer wohl ihre größte Chance als Sudanov direkt auf Casteels setzte. Die Endphase wurde noch einmal hektisch. Aber, der Abpfiff wirkt erlösend. Mit dem 0:0 zwischen der Ukraine und Belgien sowie dem 1:1 zwischen Rumänien und der Slowakei ist Rumänien Gruppenerster, Belgier ist zweiter, die Slowenen sind dritter und die Ukraine ist ausgeschieden. Damit treffen die Roten Teufel im Achtelfinale am Montag in Düsseldorf auf Frankreich. Dann sollten sie sich aber deutlich mehr ins Zeug legen, denn in der Vorrunde blieben sie deutlich „unter ihren Möglichkeiten.“
