Die belgische Polizei wird es bald einfacher haben, Autofahrer bei Verkehrskotrollen auf Drogen am Steuer zu testen. Das belgische Verkehrsministerium hat beschlossen, die entsprechenden Vorschriften zu lockern. Wie die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad am Montag schreibt, soll die Liste der Symptome, die einen Drogentest der Polizei ermöglichen, ausgeweitet werden.
Dass Autofahrer in Belgien im Straßenverkehr auf Drogen getestet werden (müssen), ist keine Seltenheit mehr. Doch leider fehlt der Polizei dazu schlicht und einfach die rechtliche Grundlage, um solche Tests durchführen zu können.
Vor Ort arbeitet die Verkehrspolizei hierzulande mit einer Checkliste. Doch die Beamten müssen auf dieser Liste mindestens drei der dort aufgeführten Symptome erfüllt sehen. Erst dann dürfen sie einen Speicheltest vornehmen.
Speicheltests greifen nicht immer
Und hier folgt das zweite Problem. Nicht alle Arten von Drogen können mit einem Speicheltest erkannt werden. Bei „gängigen“ Drogen, wie Kokain, Heroin oder Cannabis ist das möglich, doch bei Lachgas oder bei synthetischen Drogen wirken diese Tests nicht.
Doch eine Erweiterung der entsprechenden Verfahren soll dafür sorgen, dass es den Polizisten bald einfacher gemacht wird, um Drogen am Steuer aufzudecken. Und das kann recht simpel sein. Kann ein offenbar unter Drogen stehender Autofahrer einer geraden Linie nicht (mehr) folgen, können weitere Schritte eingelegt werden.
