Im Kennedy-Turm, einem Hochhaus im Brüsseler Stadtzentrum, ist am Montag im einem Technikraum im Keller ein Feuer ausgebrochen. Alle 252 Bewohner des 28 Stockwerke und 200 Wohnungen umfassenden Gebäudes wurden evakuiert. Lüttich hat den kommunalen Katastrophenplan erlassen. Bei dem Feuer wurden 14 Personen verletzt, 2 davon schwer. Eine Person kam dabei ums Leben. Die Lütticher Feuerwehr wurde von Wehren aus Verviers, Brüssel und Antwerpen, sowie von der belgischen und der luxemburgischen Armee mit Hubschraubern.
Das Feuer ist nach Angaben der Polizei von Lüttich gegen 14 Uhr am Montag aus ungeklärter Ursache in einem Technikraum im Keller des Kennedy-Turms ausgebrochen. Der Brand sorgt für erhebliche Rauchentwicklung. Der Rauch zog sich durch das gesamte Hochhaus, was die Evakuierung der Bewohner erschwerte. Die Stadt Lüttich bringt die Bewohner für mindestens eine Nacht in Hotels unter. 14 Personen wurden mit Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, 2 davon befinden sich in einem schlechten Zustand.
Die Polizei ließ die nahegelegene Kennedy-Brücke sperren und riegelte die Umgebung des Gebäudes ab, damit die Feuerwehr ihre Arbeit machen konnte. Fußgänger und Autofahrer müssen die Umgebung bis auf weiteres meiden. Die Lütticher Feuerwehr erhielt auch Hilfe von Kollegen aus Brüssel und Antwerpen, die mit Fahrzeugen mit 50 bzw. 60 Meter hohen Drehleitern zum Ort des Geschehens kamen. Auch aus dem nahen Verviers kamen Kollegen hinzu.
Zudem erhielten die rund 70 Feuerwehrleute und etwa 100 Polizisten Unterstützung von der belgischen Armee und aus Luxemburg mit 2 Hubschraubern, die bei der Evakuierung der Bewohner der obersten Stockwerke halfen. Nicht alle Betroffenen konnten durch die verrauchten Treppenhäuser aus dem Wohnturm geholt werden. Die Aufzüge funktionierten entweder nicht oder durfen aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden.
Im nahegelegenen Athenäum Charles Rogier wurde ein Krisenzentrum eingerichtet und dort wurden die meisten Bewohner aufgenommen und versorgt. Andere wurden in Hotels untergebracht oder in einer Sporthalle.

