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Russischer LNG-Tanker in Zeebrügge

EU-Sanktionen gegen Russland: Russisches Gas darf nicht mehr über den Hafen von Zeebrügge transportiert werden

Die Europäische Union hat sich auf ein weiteres Paket an Sanktionen gegen Russland einigen können. Dies ist seit dem Angriff auf die Ukraine bereits das dritte Sanktionspaket der EU gegen die Russen. Diese neuen Sanktionen verbieten unter anderem den Transport von russischen LNG über den Hafen von Zeebrügge.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Nur 2 Häfen in der EU sorgen noch für einen Durchfluss von Flüssiggas (LNG) aus Russland zu Zielen außerhalb Europas. Das sind Montoir in der Bretagne in Frankreich und Zeebrügge. Vor allem in den Wintermonaten machen russische Gastanker am LNG-Terminal des belgischen Gasnetzbetreibers Fluxys in Zeebrügge fest.

Von dort aus wird dieses Flüssiggas auf andere Schiffe umgeladen, um weiter nach Fernost transportiert zu werden. Doch damit ist bald Schluss, wie das EU-Sanktionspaket vorsieht. Allerdings wird die Einfuhr von russischem Gas nach Belgien bzw. in die EU nicht verboten.

In 9 Monaten wird diese Form des Gastransits untersagt. Auf diese Weise will Europa die Einkünfte Russland aus dem Transport und dem Verkauf von Gas kleiner halten. Für die allgemeinen Gaspreise wird dies laut EU-Kommission keine Folgen haben, denn aktuell beläuft sich der Export von russischem LNG bzw. der Transport über Montoir und Zeebrügge auf 1% des Weltmarktes für Gas. 

Folgen für Fluxys

Für den belgischen Gasnetzbetreiber Fluxys bedeutet das das Ende eines lukrativen Vertrags. Für dieses Unternehmen ist derzeit wichtig, dass es sich hier um offizielle EU-Sanktionen handelt, denn damit kann Fluxys „höhere Gewalt“ geltend machen.

Andernfalls würden hohe Schadensersatzzahlungen an Russland drohen, wenn das Unternehmen oder auch Belgien diesen Gashahn zugedreht hätten.

Für den Hafen von Zeebrügge stellt dieses europäische Sanktionspaket gegen Russland Mindereinnahmen dar. Folgen für die Beschäftigung im Hafen wird es aber nicht geben, denn hier erfolgt das Umladen von LNG automatisch bzw. über Personal der russischen Reedereien und von Fluxys. 

Das Fluxys-LNG-Terminal im Hafen von Zeebrügge

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