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Im Raum Antwerpen brechen rund 24 % der Schulkinder die Sekundarschule ohne Abschluss ab

So viele Schulabbrecher in der Sekundarschule im Antwerpener Raum wurden seit der Einführung der Schulpflicht bis zum Alter von 18 Jahren noch nie registriert. Etwa jeder 4 Jugendliche verlässt hier die Sekundarschule ohne Diplom, ohne Abschluss. Das bedeutet, dass sich diese jungen Leute ohne mittlere Reife am Arbeitsmarkt herumschlagen müssen. Die Antwerpener Handelskammer schlägt Alarm und erinnert an die Nachteile für den Arbeitsmarkt. 

Andreas Kockartz
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Diese Zahlen aus dem flämischen Unterrichtsministerium sind enorm, wenn man bedenkt, dass der Durchschnitt der Schulabbrecher in den Sekundarschulen in ganz Flandern bei etwa 14 % liegt, was immer noch sehr hoch ist. Die Gründe für einen vorzeitigen Schulabbruch sind vielfältig. Sie liegen bei sprachlichen Nachteilen z.B. bei Einwandererfamilien, bei Armut, beim hohen Druck in der Schule und nicht zuletzt auch beim akuten Lehrkräftemangel in Flandern.

Viele dieser Jugendlichen brauchen Begleitung, doch in den Einrichtungen für Schülerbegleitung im Raum Antwerpen herrscht Massenandrang und die Wartelisten für Konsultationen sind lang. Experten stellen fest, dass sich Schulabbrecher nicht selten aufgeben, weil sie auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt keine Chance haben. Das einige dabei auf die schiefe Bahn geraten oder verhaltensauffällig werden, liegt auf der Hand.

Die Antwerpener Handelskammer VOKA fordert von der noch zu bildenden neuen flämischen Landesregierung, dass sie hier eingreift. Im Bildungswesen müsse man viel mehr auf das Erlangen von Diplomen und Abschlüssen setzen, denn dies würde die Chancen der jungen Leute auf dem Arbeitsmarkt deutlich erhöhen. In Antwerpen sowie in ganz Flandern herrscht Fachkräftemangel und auch gering ausgebildete Arbeitsuchend mit minimalen Abschlüssen sind am Arbeitsmarkt gefragt.  

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