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Der Chinesische Pavillon von Brüssel steht vor seiner Restaurierung

Der Chinesische Pavillon im Brüsseler Ortsteil Laken ist ein einmaliges Stück Kulturerbe. Doch das seit 2019 unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist seit rund 11 Jahren geschlossen, weil es sich in einem sehr schlechten Zustand befindet. Jetzt wird der Pavillon in einem Gemeinschaftsprojekt mit der staatlichen belgischen Gebäudeverwaltung, des Außenministeriums und mit externen privaten Mitspielern restauriert.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Gemeinsam soll eine Vereinigung ohne Gewinnabsichten gegründet werden, die auf privatwirtschaftlicher Ebene nach finanziellen Mittel suchen soll, um die Restaurierung abzusichern. Treibende Kraft hinter diesem Projekt ist die belgische Baronin Diane Hennebert.

Das Gebäude, das 1913 im Auftrag von König Leopold II. entstand, zeigt sich derzeit nicht in dem Anspruch, den man in ein denkmalgeschütztes historisches Gebäude setzt, im Gegenteil.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

ANSEHEN

Baronin Hennebert hatte vor kurzem gemeinsam mit einer Gruppe Studierende einen großen Hausputz im Chinesischen Pavillon durchgeführt.

Nicht nur von außen ist dieses Gebäude an der Autobahn A12 in Laken in schlechtem Zustand, sondern auch von innen: „Im Erdgeschoss ging es vielleicht noch, denn hier glaubte man sich noch in einem Palast mit Räumen voller Spiegel, Gold an den Wänden und einmaligen Details. Doch oben war das etwas ganz anderes. Farbe an den Wänden geht ab, Bruchstücke, Wasserschäden. Das ist in der Tat traurig…“

(Lesen Sie bitte unter den Fotos weiter)

Foto: VRT

Die staatliche belgische Gebäuderegie wird bei dieser Restaurierung mit privatwirtschaftlichen Partnern zusammenarbeiten. Das Ganze wird also eine Public Private Partnership-Aktion (PPP-Projekt).

Dass hier allerdings seit 11 Jahren nichts mehr passiert ist, macht diese Restaurierung nicht leichter, so Baronin Hennebert: „Wir brauchen 5 bis 6 Millionen Euro und 3 Jahre Zeit. Das ist nach Schätzungen das, was man hier braucht, um hieraus wieder einen touristischen Ort und einen kulturellen Platz entstehen zu lassen.“

Ziel ist, dass in diesem Pavillon, der nach wem Wunsch von Baronin Diane Hennebert zu einem Palast werden soll, wieder Ausstellungen aller Art stattfinden sollen. Übrigens, unmittelbar neben dem Chinesischen Pavillon an der A12 in Laken befindet sich auch der 1904 ebenfalls auf Wunsch von Leopold II. entstandene Japanische Turm. Dieser ist jedoch nicht in einem wirklich schlechten Zustand und ist denn auch nicht Teil dieses Projektes. 

Belga
Foto: VRT

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