Trotz der jüngsten Krisen - Corona, Russland-Ukraine-Konflikt, Energiekrise, Gaza-Konflikt - und allen damit zusammenhängenden Folgen auf geopolitischer und auf marktwirtschaftlicher Ebene haben die Kommunen im belgischen Bundesland Flandern ihre Steuern fast nirgendwo erhöht. Dies ist aus der jährlichen Studie zu den kommunalen Finanzen der Belfius-Bank ersichtlich.
Trotz der vergangenen Krisen: Flanderns Kommunalfinanzen stehen nicht schlecht da
Infolge der steigenden Inflation in den vergangenen Jahren stiegen auch die Ausgaben der lokalen Behörden. Durchschnittlich belief sich der Anstieg der Ausgaben auf Ebene von Städten und Gemeinden um rund 5 %.
Doch mit etwas Verspätung sind auch die Einnahmen der Kommunen gestiegen, was ebenfalls eine direkte Folge der steigenden Inflation ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Städte und Gemeinden in Flandern die vergangenen Krisen eher gut verdaut haben und dass sie auch weiter investieren.
Bei Belfius heißt es dazu: „Das finanzielle Gleichgewicht war zu keiner Zeit in Gefahr.“ Allerdings könnte sich daran mittelfristig etwas ändern, denn die zunehmende Last der Finanzierung der Renten könnte auch hier den Druck steigen lassen.
Nur 42 der insgesamt genau 300 Kommunen in Flandern haben am Anfang der aktuell noch laufenden Legislatur ihre Steuern angehoben. Seit dem sind die entsprechenden Tarife fast nirgendwo signifikant gestiegen.
