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Belgische Teenager können sehr gut kreativ denken

Pisa-Studie: Schulkinder aus Belgien schneiden im Bereich kreatives Denken recht gut ab

Schulkinder im Durchschnittsalter von 15 Jahren aus Belgien schneiden in der aktuellen Pisa-Studie im Bereich kreatives Denken sehr gut ab. Diese guten Leistungen liegen in Flandern und in der Wallonie etwa gleich auf und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien liegen immer noch im guten OECD-Durchschnitt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Auf einer Skala von 0 bis 62 im Bereich kreatives Denken in der aktuellen Pisa-Studie kommen 15-jährige Schülerinnen und Schüler aus Flandern und aus der Wallonie auf jeweils 35 Punkte. Deutschsprachige Schulkinder aus Ostbelgien in diesem Altersdurchschnitt kommen auf 33 Punkte - Das ist der OECD-Durchschnitt, den auch deutsche Kinder erreichen.

Besser als Flandern und Wallonien schneiden im OECD-Durchschnitt nur fünf Länder ab: Südkorea, Singapur, Kanada, Australien und Neuseeland. An dieser Pisa-Studie nahmen die insgesamt rund 38 Industrieländer teil, die zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören.

Allerdings hat hier ein gutes oder schlechtes Abschneiden auch etwas mit dem sozialen Hintergrund zu tun. Auch im belgischen Bundesland ist hier der Leistungsunterschied sehr groß. Vor allem Kinder aus sozial schlechter gestellten Haushalten und aus Haushalten mit Familien mit Migrationshintergrund, die zu Hause kein Niederländisch sprechen, weisen deutlich schlechtere Resultate auf. 

Was sagt Flanderns Bildungsminister dazu?

Flanderns scheidender Bildungsminister Ben Weyts (N-VA) ist der Ansicht, dass das gute Abschneiden der flämischen Schulkinder dazu anspornen sollte, mit den Reformen im Unterrichtssystem, die seit 2019 laufen, weiterzumachen: „Mehr Qualität im Unterricht ist gut für alle Schulkinder und erst recht für die Schwächsten. Diese Resultate gehen auch die Eltern etwas an. So sehen wir, dass Teenager mit Migrationshintergrund schlechter abschneiden, als flämische Kinder. Wir sehen aber auch, dass solche Jugendlichen, wenn sie zu Hause Niederländisch sprechen, besser abschneiden. Darauf müssen wir uns konzentrieren.“ 

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