Viele Bewohner von Pflege- oder Senioreneinrichtungen haben mit psychischen Problemen zu tun. Diese Problem sind vielfältig, doch die Personale der Wohnheime sind in den seltensten Fällen entsprechend ausgebildet. Fachleute und die betroffenen Einrichtungen bitten jetzt um zusätzliche Ausbildung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr finanzielle Mittel für mentale Begleitung der psychisch labilen Bewohner.
Fast jeder 5. Bewohner einer Pflegeeinrichtung in Flandern hat mit psychischen Problemen zu kämpfen
Fast jeder 5. Bewohner einer Pflegeeinrichtung in Flandern leidet unter psychischen Problemen, wie eine Studie der Universität Antwerpen (UAntwerpen) belegt. Das betrifft vor allem Menschen, die im Laufe ihres Lebens depressiv waren, die unter einer Sucht gelitten haben oder auch Bewohner, die ohnehin eine gestörte Persönlichkeit haben. Nicht zuletzt leiden zahlreiche Bewohner z.B. von Seniorenheimen zumindest teilweise an Demenz.
Doch den entsprechenden Einrichtungen fehlt es an Fachpersonal und darum bitten diese um Ausbildungen, damit die Bewohner und Patienten von Pflegewohnheimen besser begleitet werden können. Nicht zuletzt sollten auch mehr Mittel für den Pflegsektor freigemacht werden, damit solche Bewohner und Patienten besser mental und psychologisch begleitet werden können.
Katrin Gilis, die die Studie der UAntwerpen durchführte, sagte, dass es für die Wohn- und Pflegeheime sehr schwer ist, eine passende Begleitung zu organisieren und sie unterstützt die Forderung des Sektors für mehr Geld und mehr Ausbildung: „Psychisches Leiden in den Pflegewohnheimen kommt leider sehr oft vor.“ In Flandern herrscht ein akuter Mangel an psychiatrisch geschulten Pflegerinnen und Pflegern.
