Ein Richter in Löwen in Flämisch-Brabant hat die inzwischen flandernweit bekannte Familie Appltans für schuldig befunden, jahrelang hunderte Bruchbuden oder schlecht unterhaltene Wohnungen zu überteuerten Preisen vor allem an Studierende und Asylanten vermietet zu haben. Die Familienmitglieder wurden zu Haftstrafen und zur Zahlung von hohen Bußgeldern verurteilt.
Familie Appeltans: Bekannte Miethaie zu saftigen Haft- und Geldstrafen verurteilt
Vater und Sohn Appeltans wurden zu je 40 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt und beide müssen jeweils eine Strafe von 2 Mio. € zahlen. Die Mutter wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung und zur Zahlung einer Geldbuße von 800.000 € verurteilt.
Hinzu kommt noch, dass das familieneigene Immobilienunternehmen NV Arlimo ein Bußgeld über 1,5 Mio. € entrichten muss. Die Angeklagten waren zur Urteilsverkündung nicht im Gerichtssaal erschienen und ließen sich von ihren Anwälten vertreten.
Menschenunwürdig
Die flandernweit als Mithaie bekannte Familie Appeltans hatte jahrelang hunderte Studentenwohnungen zu überteuerten Preisen vermietet und zwar in Gebäuden, die teilweise von den Behörden für unbewohnbar erklärt worden waren. Insgesamt 6 der Gebäude der Familie Appeltans wurden inzwischen von den Behörden beschlagnahmt.
Die Familie vermietete solche heruntergekommenen Wohnungen aber nicht nur an Studierende, sondern auch an Flüchtlinge und an Asylbewerber. Damit nutzte sie deren missliche Lage schamlos aus, so das Löwener Gericht, und ließ diese in menschenunwürdigen Zuständen leben und Miete bezahlen. Laut Urteil wussten die Appltans, dass diese Wohnungen feucht, verschimmelt und jahrelang nicht unterhalten waren.
