Pro-palästinensische Aktivisten, die wochenlang ein Gebäude der Universität Gent (UGent) besetzt hatten, haben sich in der Nacht zum Freitag zurückgezogen. Ein Gerichtsvollzieher gab ihnen am Donnerstagabend 12 Stunden Zeit, das Gebäude zu räumen. Die Demonstranten folgten der Aufforderung, um eine Eskalation mit der Polizei zu vermeiden.
Pro-palästinensische Proteste: Die Besetzung eines Gebäudes der Genter Universität ist zu Ende
Die Aktivisten hatten das Genter Unigebäude rund 40 Tage lang besetzt. Sie forderten von der UGent, dass diese alle laufenden Kooperationen mit israelischen Universitäten und Einrichtungen beendet (was auch teilweise passierte) und einen vollständigen Boykott Israels.
Damit protestierten sie gegen das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza seit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf die Grenzregion und die Geiselnahme.
Die UGent war auf Forderungen der Demonstranten eingegangen und hatte einige laufende Projekte ausgesetzt, nach dem die Menschenrechtskommission des Hauses feststellte, dass die entsprechenden Partner in den Gaza-Konflikt verwickelt waren. Doch dies reichte den Demonstranten nicht.
Zwangsräumung war möglich
Jetzt stand eine Zwangsräumung im Raum, die gerichtlich angeordnet wurde, zwischenzeitlich in Berufung aber abgelehnt wurde. Eine weitere gerichtliche Instanz gab der UGent aber das Recht, das Gebäude räumen zu lassen. Zudem hätten Zwangsgelder in Höhe von 250 € pro Tag und pro Person verlangt werden können.
Die Aktivisten hatten bis Freitagmorgen um 8 Uhr 30 Zeit, das Gebäude zu räumen, was sie auch taten. Sie wollten nach eigenen Angaben eine Eskalation vermeiden.
