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Das Vertrauen in die belgische Justiz ist in den letzten Jahren stark gesunken

Aus dem aktuellen Justizbarometer, eine Umfrage, die der belgische Hohe Rat für Justiz regelmäßig durchführt, ist ersichtlich, dass das Vertrauen in die hiesige Justiz weiter sinkt. Nur knapp die Hälfte der Bevölkerung glaubt noch an die hiesige Gerichtsbarkeit. Das ist weniger als noch vor rund 10 Jahren.

Andreas Kockartz
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Vor etwa 10 Jahren äußerten noch 2 von 3 Belgiern in den Umfragen des Hohen Rates für Justiz, dass sie der Justiz in unserem Land Vertrauen schenken. Doch dieses Vertrauen ist seit dem weiter gesunken. Heute schenken noch knapp 54 % der Justiz ihr Vertrauen.

Dies hat möglicherweise etwas mit einigen Verfahren und Prozessen zu tun, die in den letzten Monaten für Aufmerksamkeit sorgten, weil einige Urteile von der Bevölkerung nur schwerlich akzeptiert wurden. Das betrifft u.a. die Urteile gegen die Mitglieder eines elitären Studentenbundes nach dem Tod eines Anwärters auf Mitgliedschaft, der bei einem Taufritual ums Leben kam.

Nach Ansicht des Soziologen Maarten Hermans verlieren vor allem Menschen aus den unteren Einkommensklassen das Vertrauen in die Justiz, denn sie gehen davon aus, dass sie eher bestraft werden, als Mitglieder aus höheren gesellschaftlichen Kreisen.

Viele Bürger unseres Landes wollen auch, dass Kriminelle jedweder Herkunft strenger bestraft werden und dass diese Strafen auch ausgeführt werden. Nur im Falle von Verkehrsdelikten ist die Ansicht etwas anders. Hier sind viele Zeitgenossen der Ansicht, dass strengere Strafen oder Bußgelder nicht oder nur bedingt nötig seien.

Der Hohe Rat für Justiz will jetzt prüfen, wie man dieses Vertrauen wieder herstellen kann. Ein Punkt sei eine bessere Kommunikation nach außen, so die Ansicht von Mitgliedern dieses Ausschusses. 

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