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Inland

Die „Überlebens-Kriminalität“ rund um Brüssel nimmt zu: „Keine großen Banden, sondern Amateure, die stehlen, um zu überleben"

Im Polizeibezirk KASTZE (Kampenhout, Steenokkerzeel, Zemst) in der Provinz Flämisch-Brabant hat die Zahl der Einbrüche durch Diebe, die stehlen, um zu überleben, zugenommen. „Wir nennen das ‚Überlebenskriminalität‘, Diebstahl, um die eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen", sagt Polizeichef Filip Van Steenbergen.

Jens Van Reet
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„In den letzten 10 bis 15 Jahren haben wir eine deutliche Verschiebung des Profils von Einbrechern festgestellt", sagt Polizeichef Van Steenbergen. „Vor Jahren ging es vor allem um professionelle kriminelle Banden und Organisationen, die wirklich ein Wirtschaftsmodell aufgebaut hatten, um aus Wohnungseinbrüchen Profit zu schlagen. Diese Banden wurden auch kaum gefasst. Jetzt sehen wir hauptsächlich, dass viele Einbrüche von Laien begangen werden, die stehlen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen."

Van Steenbergen spricht dann von „Überlebens-Kriminalität". „Das sind Täter, die allein handeln und die keine Ahnung davon haben, wie man professionell einbricht und deswegen auch häufiger auf frischer Tat ertappt werden. Dabei handelt es sich oft um schutzbedürftige Menschen, Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben und Opfer von Schleußern sind. Sie stehlen kein Geld, sondern Fahrräder oder andere Gegenstände aus einem Haus oder Gartenhaus, die sie dann verkaufen, um zu überleben.“

Nicht nur im Polizeibezirk KASTZE beobachtet man das Phänomen. „Wir sehen es auch in anderen Städten und Gemeinden, die von Brüssel aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen sind", sagt der Polizeichef. „Eine Lösung für dieses Problem ist nicht einfach zu finden. Wir müssen erstens sicherstellen, dass diese Menschen gut empfangen und beaufsichtigt werden."

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