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König Philippe und Wahlverlierer Paul Magnette (PS)

Tag 2 nach den Wahlen: Gespräche mit dem König und Bart De Wever

Am zweiten Tag nach dem Superwahlsonntag gab es Gespräche zwischen König Philippe und verschiedenen Parteivorsitzenden aus beiden Landesteilen. N-VA-Chef Bart De Wever lud ebenfalls mehrere Spitzenpolitiker zu „Informationsgesprächen“ ein.

Jens Van Reet
Veröffentlicht:

Stand: 17:00 Uhr

Die "Palastbesucher" und ihre Reaktionen

Paul Magnette (PS)

PS-Vorsitzender Paul Magnette war am Dienstag der erste, der König Philippe einen Besuch abstattete. Magnette kündigte bereits am Montag an, mit seiner Partei in die Koalition gehen zu wollen. Die PS war am Sonntag nur drittstärkste Kraft geworden.

Magnet trifft im Palast ein

Raoul Hedebouw (PVDA-PTB)

PVDA-PTB-Chef Raoul Hedebouw war der zweite Gast im Palast. "Es ist das erste Mal für mich", sagte der linksextreme Politiker. Während der vorigen Regierungsbildung besuchte Vorgänger Peter Mertens den König. "Wir werden sagen, dass wir bereit sind, soziale Prioritäten zu setzen. Als nationale Partei mit Brüsselern, Flamen und Wallonen sind wir gut aufgestellt, um Lösungen für das Land zu finden."

So wie es aussieht, ist es praktisch unmöglich, dass die PVDA an einer Regierung teilnehmen kann. „Ich finde es schade, dass die MR uns sofort ausschließt", sagt Hedebouw. "Deshalb schätze ich die Einladung des Königs umso mehr, weil sie zeigt, dass wir eine demokratische Partei sind.“

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Maxime Prévot (Les Engagés)

Auf Hedebouw folgte Maxime Prévot, der Vorsitzende der französischsprachigen christlichsozialen Les Engagés.

Auf föderaler Ebene gebe es eine "Meinungsverschiedenheit über sozioökonomische und institutionelle Themen" mit der N-VA, sagte Prévot. "Wenn es darum geht, Belgien abzuschaffen, werden wir niemals ein Partner sein."

Die Staatsreform sei keine Priorität, betonte Prévot. "Für mich sind das die Steuerreform, die Renten und die Klimawende. Aber wir sind uns bewusst, dass eine Menge öffentlicher Gelder verschwendet wird. Es gibt eine institutionelle ‚Lasagne‘, die nicht optimal funktioniert. Wir sollten keine Angst vor dem Wort Staatsreform haben, wenn es der Effizienz des Staates zugutekommt, aber ich glaube nicht, dass es im Moment die Priorität ist."

König Philippe und Maxime Prévot

Melissa Depraetere (Vooruit)

Auch Melissa Depraetere der flämischen Sozialisten von Vooruit wurde eingeladen.

Der König und Depraetere

Sammy Mahdi (CD&V)

Der Christ-Demokrat Sammy Mahdi (CD&V) kam als fünfter Parteivorsitzender des Tages zum Treffen mit dem König. Er hofft, dass bald eine Mitte-Rechts-Regierung gebildet wird.

"Ich denke, die Lage ist ziemlich klar. Insofern finde ich es schade, wenn wir nicht so schnell wie möglich eine Regierung bilden könnten. Eine Mitte-Rechts-Regierung, eine Reformregierung, ich denke, das ist es, was wir brauchen."

Die Presse und Sammy Mahdi am Palast

Tom Ongena (Open VLD)

Auch Tom Ongena, scheidender Open VLD-Vorsitzender, ging mit dem König ins Gespräch.

Der König und Ongena

Gespräche mit Bart De Wever

Am Dienstagnachmittag statteten Tom Van Grieken (Vlaams Belang), Melissa Depraetere (Vooruit), Sammy Mahdi (CD&V) und Tom Ongena (Open VLD) dem Wahlsieger, N-VA-Vorsitzenden Bart De Wever, einen Besuch ab. Sie besprechen die politische Zukunft auf flämischer Ebene.

PVDA und Groen sind morgen an der Reihe.

Van Grieken sagte nach dem Treffen: "Es war ein offenes Gespräch in einer sehr guten Atmosphäre. Wir haben uns die politische Landschaft angeschaut. Ich habe ihm gesagt, dass das Signal der Wähler rechts und flämisch ist und dass sich dies in der nächsten flämischen Regierung widerspiegeln sollte."

Tom Van Grieken (Vlaams Belang) klingelt an der Tür von Bart De Wever.

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