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Inland
Politik

Region Brüssel-Hauptstadt: Frankophone Liberale und flämische Grüne gewinnen in ihren jeweiligen Wahlkreisen

In der Region Brüssel-Hauptstadt haben die frankophonen Liberalen (Mouvement réformateur, MR) und die flämischen Grünen (Groen) von Elke Van den Brandt (Foto, rechts) die Landtagswahlen vom Sonntag gewonnen. Die frankophone liberale Partei MR steigerte sich um über 9,08 Prozent und landete mit 25,95 Prozent der Stimmen auf Platz eins. In der niederländischsprachigen Wählerschaft in Brüssel ist Groen mit 22,82 Prozent der Stimmen die stärkste Partei (+ 2,21 Prozentpunkte als 2019). Die große Überraschung war das Ergebnis für Team Fouad Ahidar. Die neu gegründete Partei des ehemaligen flämischen Sozialisten wurde mit 16,47 Prozent der Stimmen auf Anhieb zweitstärkste Kraft.

Martina Luxen Belga
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In Brüssel werden für das Regionalparlament 89 Abgeordnete gewählt, von denen 17 niederländischsprachig und 72 französischsprachig sind.  

Nach der Wahl muss innerhalb jeder Sprachgruppe eine Mehrheit für die Bildung der nächsten Regionalregierung gefunden werden. An der Spitze dieser Regierung steht ein Politiker aus der größten Sprachgruppe, de facto ein Französischsprachiger. Neben dem Ministerpräsidenten besteht die Brüsseler Regierung aus 4 Minister*innen (2 frankophone und 2 niederländischsprachige) und 3 Staatssekretär*innen (1 niederländischsprachiger und 2 frankophone).

Französischsprachige Parteien

Hat mit den frankophonen Liberalen die Landtagswahlen in Brüssel gewonnen: David Leisterh von der MR

Nach den französischsprachigen Liberalen (MR) auf Platz eins (+9 Prozent auf 25,95 Prozent) bekleiden die Sozialisten (PS) den zweiten Platz mit 22,05 Prozent - ungefähr das gleiche Ergebnis wie vor 5 Jahren.

An dritter Stelle liegt die linksextreme PTB mit 20,92 Prozent (+7,45 Prozent gegenüber 2019). Die christdemokratische Partei Les Engagés verzeichnet einen Stimmenzuwachs von 3,1 Prozent und erhält 10,68 Prozent der Stimmen.

Der Stimmenanteil der grünen Partei Ecolo hat sich in der Region Brüssel-Hauptstadt mit 9,85 Prozent fast halbiert. Die französischsprachige föderalistische Partei Défi verlor 5,7 Prozent und erhielt 8,11 Prozent der Stimmen in der französischsprachigen Wählerschaft.   

Flämische Parteien in Brüssel

In der niederländischsprachigen Wählerschaft hat das starke Ergebnis der neuen Partei des ehemaligen Sozialdemokraten Fouad Ahidar (Foto oben) Freund und Feind überrascht. Team Fouad Ahidar erreichte mit 16,47 Prozent der Stimmen den zweiten Platz in der niederländischsprachigen Wählerschaft und damit, aus dem Nichts, 3 Sitze.

Auch für die flämischen Grünen gab es Grund zum Feiern. Im Gegensatz zur frankophonen Schwesternpartei Ecolo konnte die von Elke Van den Brandt geführte Partei ihren Stimmenanteil steigern. Groen bleibt die größte flämische Partei im Brüsseler Regionalparlament.

In Brüssel haben die flämische nationalistische N-VA und die liberale Open VLD am Sonntag beide deutlich verloren. Die Liberalen erhielten 11,91 Prozent der Stimmen, (-6,06 Prozent weniger als 2019). Die N-VA erhielt 10,62 Prozent der Stimmen (-5,17 Prozent).

Der rechtsextreme Vlaams Belang dagegen konnte seine Stimmen um 2,2 Prozent auf 10,54 Prozent steigern.

Für die flämische sozialistische Partei Vooruit in Brüssel endete der Wahlsonntag mit einem Fiasko, da die Partei auf 10,01 Prozent landete und 5,05 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verloren hat.

Die linksextreme PVDA erhielt 6,99 Prozent der Stimmen der niederländischsprachigen Wählerinnen und Wähler in Brüssel. Die flämischen Christdemokraten müssen sich mit 6,35 Prozent der Stimmen begnügen.

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