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“Jetzt oder nie", für die flämischen Zeitungen hat Bart De Wever ein klares Mandat erhalten

„Bart der Sieger“, „Stärker als je zuvor“, „Flandern hat nur Augen für einen Mann“. Auf den Titelseiten der flämischen Zeitungen ist der N-VA-Vorsitzenden Bart De Wever allgegenwärtig. Für die Leitartikler hat der flämische Nationalist mit seiner Alles-oder-Nichts-Strategie für die große Überraschung gesorgt. Sowohl auf flämischer als auch auf föderaler Ebene sind die Karten für den N-VA-Chef günstiger als je zuvor, so die Analyse in den Leitartikeln.

Martina Luxen Belga
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"Bart De Wever hat ein viel klareres Mandat erhalten, als er selbst und alle anderen erwarteten. Er muss seine Versprechen, auf denen sein Sieg bei den flämischen Wählern beruht, jetzt umsetzen. Darüber hinaus gibt es auch im französischsprachigen Belgien eine grundlegende Verschiebung in die rechte Mitte: Dort haben die Liberalen der MR und die christdemokratischen Les Engagés gewonnen. Damit besteht Aussicht auf eine mögliche Koalition mit der N-VA, und nicht, wie allgemein befürchtet, Lähmung", schreibt Isabel Albers auf der Website De Tijd.

"Der schwarze Sonntag ist ausgeblieben. Der Vlaams Belang hat zwar gewonnen, aber nicht genug (...) um den in den Wahlumfragen vorausgesagten ersten Platz in Flandern zu erobern. Dadurch ist Konkurrent  N-VA psychologisch und politisch wieder der große Gewinner", schreibt Bart Eeckhout seinerseits in De Morgen. „Diese Überraschung ist zu einem großen Teil das Verdienst von Bart De Wever“.

„Die Tatsache, dass die N-VA sowohl auf flämischer als auch auf föderaler Ebene die größte Partei bleibt, ist ein Kunststück, das ausschließlich der Figur Bart De Wevers zu verdanken ist“, analysierte Liesbeth Van Impe in Het Nieuwsblad. „Als erklärter Kandidat für das Amt des Premierministers hat er sich damit selbst ein klares Mandat erteilt.“ Aber, so Liesbeth Van Impe weiter, „das Misstrauen, das die Kampagne bestimmt hat, ist mit diesem Ergebnis nicht verschwunden“, und betonte, dass es „verfrüht“ wäre zu sagen,„Die Tatsache, dass die N-VA sowohl auf flämischer als auch auf föderaler Ebene die größte Partei bleibt, ist ein Kunststück, das ausschließlich der Figur Bart De Wevers zu verdanken ist“, analysiert Liesbeth Van Impe in Het Nieuwsblad. „Als erklärter Kandidat für das Amt des Premierministers hat er sich damit selbst ein klares Mandat erteilt.“ Aber, so Liesbeth Van Impe weiter: „Das Misstrauen, das die Kampagne bestimmt hat, ist mit diesem Ergebnis nicht verschwunden. (...) Doch eines steht für die flämische Kolumnistin fest: Bart De Wever hätte sich „nie träumen lassen“, „bessere Karten in der Hand“ zu haben. 

"Kein Politiker hat eine so ausgeklügelte Kampagne geführt wie Bart De Wever. Von Anfang an hat er sehr deutlich gemacht, was er will: kein Vivaldi II und eine Reform des Landes, um den Haushalt in Ordnung zu bringen", schrieb Kris Vanmarsenille in der Zeitung Gazet van Antwerpen. „Er hat eine Art Falle geschaffen, die seine potenziellen Wähler vor eine einzige Wahl gestellt hat: Premierminister De Wever oder ein Land im Chaos.“ 

 „Bart De Wever schafft das Unmögliche“, fasst De Standaard auf der ersten Seite zusammen. Er verhindert praktisch im Alleingang, dass die extreme Rechte einen Sieg erringt. Nun steht er vor der größten Herausforderung seines politischen Lebens: Kann er Premierminister werden?

Die Rebellion der Wähler drohte sich gegen die gesamte zentristische Politik zu wenden. Aber De Wever richtete seine Frustration auf die Politik, zu deren Personifizierung Alexander De Croo allmählich wurde, schreibt Karel Verhoeven weiter in De Standaard.

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