Zum Hauptinhalt springen
Arriva-Nahverkehrszug nach Maastricht in Aachen - Die Linie RE 18 wird bis Lüttich verlängert

Überschwemmungen: Der Start des Dreiländerzuges ist bis Ende Juni durch Gleisbauarbeiten zwischen Visé und Maastricht verschoben

Der sogenannte „Dreiländerzug“, der umsteigefrei Aachen, Maastricht und Lüttich verbinden wird, kann erst ab dem 30. Juni starten. Grund dafür sind Bauarbeiten an den Gleisen zwischen Visé bei Lüttich und der niederländischen Grenze. Hier sind die Gleise durch das Hochwasser der Voer und der Berwijn unterspült und müssen über mehrere Kilometer erneuert werden. Dabei wird auch an Hochwasserschutz gedacht. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:
Aktualisiertupdate:

Die Voer und ihre Nebenflüsse in den Provinzen Lüttich und Limburg war vor einigen Wochen nach anhaltendem Regen über ihre Ufer gegangen und dies hatte für schwere Überschwemmungen auch in Moelingen direkt an der belgisch-niederländischen Grenze zwischen Lüttich und Maastricht geführt, wo die Berwijn die Bahnstrecke unterspülte.

Da die neuen Gleise noch nicht ganz fertig sind, bleibt diese Bahnlinie noch unterbrochen und zwischen Visé und Maastricht sorgen Busse aktuell für Schienenersatzverkehr. Das bedeutet auch, dass der Dreiländerzug dort noch nicht fahren kann.

Eigentlich sollte der Startschuss für den Dreiländerzug (Linie RE 18) am kommenden Sonntag, den 9. Juni, gegeben werden, doch Zugbetreiber Arriva (eine niederländische ÖPNV-Gesellschaft) teilte mit, dass dieser Termin angesichts der Probleme nicht zu halten sei.

Die Gleise zwischen Visé und Maastricht sind wohl nicht vor dem 16. Juni befahrbar, wie Infrabel, der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB dazu meldet. Neuer Starttag für den Dreiländerzug ist jetzt Sonntag, der 19. Juni. 

Betroffene Gleise hochwassersicher gestalten

Die von der Überschwemmung in Moelingen am 17. Mai betroffene Bahnlinie zwischen Lüttich bzw. Visé und der niederländischen Grenze wird bei den Reparaturarbeiten durch Infrabel hochwasserbeständig gemacht. Eine solche Unterbrechung des Bahnverkehrs ist dort nicht selten. Innerhalb von 10 Jahren kam dies bereits viermal vor.

Jetzt wird das Gleisbett in dem gefährdeten Bereich um 30 Zentimeter erhöht und die Möglichkeit, Wasser in Richtung der nahegelegenen Maas ab- oder durchfließen zu lassen, wird deutlich verbessert. Dazu werden rund 5.000 zusätzliche Tonnen an Schotter herangeschafft.

Hier befindet sich der niedrigste Bereich dieser Strecke und diese verläuft sehr nah an der Berwijn, ein Nebenfluss der Voer. Im Zuge dieser Arbeiten wird ein Seitenarm der Berwijn ausgebaggert, um das Abfließen des Wassers zur Maas zu beschleunigen. 

Gleisbauarbeiten auf Höhe von Moelingen

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5