Die Belgische Nationalbank (BNB) warnt vor einem Mangel an Wohnungen in unserem Land. In den vergangenen Jahren ist hier immer weniger in Häuser und Wohnungen investiert worden, doch eigentlich sind deutlich mehr Wohnmöglichkeiten bitter nötig. Hierzulande wird immer weniger gebaut, umgebaut oder renoviert. Die Nationalbank führt mehrere Faktoren an, warum ein Wohnungsmangel in Belgien droht.
Ein Grund dafür sind die in den letzten Jahren stark angestiegenen Zinsen auf Hypotheken. Hinzu kommt noch, dass seit der Energiekrise und den diversen bewaffneten Konflikten, die inzwischen ja auch Europa erreicht haben, Roh- und Baustoffe teurer geworden sind.
Nicht zuletzt werden immer häufiger Bauanträge durch immer strengere Regeln abgelehnt. Und die Verpflichtung in den Ländern und Regionen, Wohnungen einige Jahre nach Erwerb renovieren bzw. energiesparend und isolierend umzubauen, hält manche eigentlich kaufwilligen Zeitgenossen letztendlich davon ab, den Schritt eines Immobilienkaufs zu gehen.
Trotz sinkender Nachfrage, bleiben Immobilien in weiten Teilen des Landes auch zu teuer.
Das sind viele Hindernisse für diesen Wirtschaftsbereich, der ja gerade aufgrund von demografischen Entwicklungen neuen Wohnraum bieten müsste. Die Bevölkerung wächst nicht zuletzt durch Einwanderung und die Familien werden immer kleiner, was wiederum zu weiterem Wohnbedarf führt.
