Pro-palästinensische Aktivisten haben in der Nacht zum Freitag die historische Universitätshalle der Katholischen Universität in Löwen mit Parolen beschmiert und sie haben dort Plakate angeklebt. Auch an den Universitäten von Antwerpen und Brüssel werden die Proteste rauer. In Gent droht die polizeiliche Räumung eines besetzten Unigebäudes.
In der Nacht zum Freitag sind pro-palästinensische Aktivisten in das Universitätsgebäude der KU Leuven in der Naamsestraat eingebrochen, um die historische Halle dort mit Parolen zu beschmieren und um dort Plakate anzukleben.
Sie fordern damit ein sofortiges Ende jeglicher Zusammenarbeit mit israelischen Einrichtungen vor dem Hintergrund des Gaza-Konflikts. Auf den Plakaten wird die Löwener Uni beschuldigt, sich am dort stattfindenden Völkermord zu beteiligen.
Die KU Leuven „bedauert diese Form des Vandalismus deutlich“. In der Universität wird seit rund einem Monat die Rechtsfakultät besetzt. Die protestierenden Studierenden werfen der Uni vor, sich in der Frage von Kooperationen mit israelischen Einrichtungen nicht zu bewegen.
Proteste auch an anderen Universitäten
Am Donnerstag beschmierten Aktivisten bereits die Mensa der flämischen Freien Universität Brüssel (VUB) mit ähnlichen Parolen. Auch an den Universitäten von Antwerpen (UAntwerpen), Lüttich (ULG) und Gent (UGent) wird weiter gegen die Zusammenarbeit der Einrichtungen mit israelischen Unis oder Unternehmen protestiert.
